Die Suche nach Querino hatte Venedig in den vergangenen Tagen bewegt. Die Frau war seit Samstagmorgen vermisst. Sie war gemeinsam mit ihrem Ehemann Sean Michieli in einem kleinen Boot auf dem Tessera-Kanal unterwegs, als das Boot mit einem Wassertaxi kollidierte. <BR /><BR />Das Paar hatte erst drei Monate zuvor geheiratet und war mit einem kleinen Fischerboot von der Insel Burano aufgebrochen. Vor Tessera, nur wenige Kilometer vom Flughafen Venedig entfernt, kam es zum Zusammenstoß. Michieli starb am Sonntag im Krankenhaus von Mestre. <BR /><BR />Am Samstagabend gelang es Feuerwehrleuten, das schwer beschädigte Boot aus der Lagune zu bergen. Dabei fanden die Carabinieri Hinweise, die nach bisherigen Erkenntnissen darauf hindeuteten, dass sich auch Querino an Bord befunden hatte. Daraufhin konzentrierte sich die Suche auf die Gewässer rund um die Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft von Venedig leitete eine Untersuchung ein, um den genauen Hergang des Unfalls zu rekonstruieren. Der Zusammenstoß ereignete sich noch vor Sonnenaufgang, bei Dunkelheit und Nebel.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1359723_image" /></div> <BR /><BR />Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es nur einen direkten Augenzeugen des Unfalls: den Fahrer des Wassertaxis. Kameras, die den Zusammenstoß aufgezeichnet haben könnten, gibt es an der Unglücksstelle nicht. Damit fehlen wichtige Anhaltspunkte für die Ermittler. Sie müssen nun klären, wie die beiden Boote aufeinandertrafen, welchen Kurs sie jeweils fuhren und ob möglicherweise zu spät reagiert wurde. Die Aussagen des Taxifahrers sollen mit den Spuren am geborgenen Boot und den weiteren Erkenntnissen der Unfallaufnahme abgeglichen werden. Erst danach dürfte sich klären lassen, wie es zu der Kollision kam und ob jemand für den Zusammenstoß verantwortlich gemacht werden kann.