Donnerstag, 08. Juli 2021

Tragödie von Luttach – Nun steht fest: Unfallfahrer war mit 90 km/h unterwegs

Am Landesgericht Bozen ist heute vor dem Voruntersuchungsrichter Emilio Schönsberg das Beweissicherungsverfahren über den Unfallhergang beim tragischen Unfall in Luttach zu Ende gegangen. Dabei wurde bestätigt, was bereits in den vergangenen Wochen durchgesickert war.

Der Unfallfahrer war mit 90 Kilometer pro Stunde unterwegs. Das haben die neuesten Untersuchungen ergeben.
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Der Unfallfahrer war mit 90 Kilometer pro Stunde unterwegs. Das haben die neuesten Untersuchungen ergeben. - Foto: © Carabinieri Bozen
Laut dem Gutachten, das der Richter in Auftrag gegeben hatte, fuhr der AUDI TT, mit welchem am 5. Jänner 2020 in Luttach ein junger Autofahrer in eine Gruppe Jugendliche gerast war und den Tod von 7 Menschen und 10 Verletzte verursacht hatte, mit 90 Kilometer pro Stunde in der dort herrschenden 50-ger-Zone. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag.

Es war auch das elektronische Steuergerät begutachtet worden. Dieses ging beim Aufprall in Brüche und zeichnete als letzte Geschwindigkeit 60 Kilometer pro Stunde auf. Das bedeutete aber nicht, dass der Aufprall bei dieser Geschwindigkeit zustande kam. Auf der Grundlage eines Gutachtens von Ingenieur Luigi Cipriani fuhr der Audi mit 90 Stundenkilometer, als er in die Gruppe raste.

Die Verteidiger beantragten eine Blutanalyse, um den Alkoholgehalt im Blut erneut zu kontrollieren. Dies sei möglich, weil Blut des Angeklagten konserviert worden war. In Zusammenhang mit dem tragischen Unfall muss sich der 27-jährige Unfalllenker vor Gericht verantworten. Er war mit knapp 1,97 Promille Alkohol im Blut in Luttach in die Gruppe gerast. Es handelt sich dabei um eine viermal höhere Alkoholmenge als erlaubt.

ansa/stol