Donnerstag, 24. September 2020

„Train Surfing“: 2 Jugendliche angezeigt

Die 2 Jugendlichen, die Ende Januar auf den hinteren Teil eines in Richtung Meran fahrenden Zuges geklettert waren und sich dabei gefilmt hatten, sind von der Staatspolizei ausfindig gemacht und angezeigt worden.

Für ihre lebensgefährliche Aktion wurden die beiden Minderjährigen nun angezeigt.
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Für ihre lebensgefährliche Aktion wurden die beiden Minderjährigen nun angezeigt. - Foto: © Instagram/Free Kidz
2 maskierte Jugendliche filmten sich Ende Januar beim sogenannten „Train Surfing“ auf der Zugstrecke in Richtung Meran. Unter dem Titel „Escaping Reality“, also Flucht vor der Realität, stellten sie das Video anschließend auf Instagram. Ihre Seite wurde inzwischen offline genommen. STOL hatte berichtet.

Die beiden waren am Bahnsteig von Sigmundskron unbemerkt auf den hinteren Teil des in Richtung Meran fahrenden Zuges geklettert. Ausgestattet mit Selfie-Stick und Helmkamera filmten sich die beiden „Trainsurfer “ in allen möglichen Posen und signierten den Zug noch mittels Schablone und Spraydose mit dem Schriftzug „Free Kidz“. Als der Zugführer die Jugendlichen bemerkte und die Notbremse betätigte, sprangen diese vom Zug und nahmen Reißaus.

Nach diesem Vorfall nahm die Bahnpolizei von Bozen in Zusammenarbeit mit der Post- und Kommunikationspolizei die Ermittlungen auf und konnte die Jugendlichen durch die Auswertung telematischer Spuren ihrer Social Media Accounts ausfindig machen.

In den vergangenen Tagen durchsuchte die Polizei die elterlichen Wohnungen der beiden 17-jährigen Bozner und stieß dabei auf verblüffte und schockierte Eltern, die nichts von der gefährlichen Unternehmung ihrer Kinder geahnt hatten.

Die Minderjährigen wurden nun für ihre Aktion angezeigt.

Die Polizei mahnt an, dass die Jugendlichen nicht nur ihre eigene Sicherheit und jene der Passagiere ernsthaft gefährdet hätten, sondern dass auch die Gefahr bestehe, dass andere Jugendliche zu ähnlich gefährlichen Aktionen angespornt würden.

Train Surfing ist lebensgefährlich

Train Surfing ist auf keinen Fall nachzumachen, bei einem Sturz vom Zug oder bei direktem oder auch nur indirektem Kontakt mit den Oberleitungen lauert potentiell tödliche Gefahr. Legal ist das „Train Surfing“ sowieso nicht: Wer außen auf einem fahrenden Zug herumkraxelt, kannv wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr belangt werden.

pho

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