Jeder wünscht sich ein selbstständiges Leben in den eigenen 4 Wänden. Ein Projekt soll jetzt dafür sorgen, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung das ermöglicht wird.<BR /><BR />Im Bezirksrat des Vinschgau wurde unlängst über ein Thema gesprochen, das seit Jahren in den Köpfen der öffentlichen Verwalter im Vinschgau herumgeistert: Der Bau von Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigung. Das Projekt sei bis vor kurzem noch im ehemaligen Martinsheim in Mals geplant gewesen, erklärte Bezirkssekretär Urban Rinner. Das Ansinnen habe sich jedoch zerschlagen, denn es habe neue Anforderungen rechtlicher Natur gegeben, welche im Martinsheim nur unter sehr hohem finanziellen Aufwand umgesetzt hätten werden können.<h3> Neuer Standort mitten in Mals</h3>Daher haben sich die Sozialdienste bzw. die Bezirksgemeinschaft Vinschgau und die Gemeinde Mals daran gemacht, einen neuen Standort zu suchen und haben ihn im sogenannten „Ferrarihaus“ gefunden. Das Gebäude ist Eigentum der Gemeinde und befindet sich mitten in Mals bzw. zwischen Dorfanger, Grundschule und Altersheim.<BR /><BR />Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch und der Malser Bürgermeister Josef Thurner erklärten auf Nachfrage, dass aktuell mehrere Wohnungen geplant werden, und zwar in den oberen Etagen. Im Erdgeschoss seien zusätzliche Räumlichkeiten für die angrenzende Grundschule vorgesehen, um z. B. für künftigen Mehrbedarf der Bildungseinrichtung gerüstet zu sein. <h3> <h3> Innen Umbau, außen bleibt alles wie gehabt</h3> </h3>Was soll entstehen? Es geht darum, dass vor allem jüngere Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit finden, selbstständig zu wohnen bzw. dieses Wohnen trainieren zu können. Sie werden dabei nicht alleingelassen, sondern stets von einer Fachkraft begleitet. Auch für diese Fachkraft wird eine Unterkunft im „Ferrarihaus“ geplant. Das Gebäude soll laut aktueller Planung intern umgebaut und isoliert werden, an der Außenansicht soll sich nichts ändern. Außerdem soll ein Aufzug eingebaut werden, um behindertengerecht zugänglich zu sein. <BR /><BR />Wieviel das Ganze kosten wird, steht derzeit noch nicht fest, da der beauftragte Architekt noch mit den Planungsarbeiten beschäftigt ist. Aber eine Größenordnung zwischen einer und 2 Millionen Euro an Spesen dürfte auf die Gemeinde bzw. die Bezirksgemeinschaft zukommen, wobei man im Herbst beim Land um Mitfinanzierung anklopfen werde, wie Bürgermeister Thurner sagt. <h3> Baubeginn 2025, im Herbst Suche nach Landesbeitrag</h3>Ganz ohne Hilfe sei das Sozialprojekt nur schwer zu finanzieren – bis dahin sollten die Projektunterlagen erstellt sein. Effektiv bauen möchte der Bürgermeister dann im kommenden Jahr. Den fertigen Bau wolle man dann den Sozialdiensten zur Führung übergeben. <BR /><BR />Was die aktuell im Gebäude wohnenden Personen betrifft, habe man für diese Alternativwohnraum gefunden, ergänzt Bürgermeister Thurner. In diesem Zusammenhang verwies Bezirkspräsidentin Gunsch auch auf den Umstand, dass die Anforderungen an die Sozialdienste laufend mehr würden.