Was der Anfragenstellerin Rohrer dabei als Erstes auffällt: „Die Euregio und die vom Transitverkehr betroffenen Alpenregionen arbeiten weiterhin nicht zusammen.“ Denn das Bundesland Tirol beteilige sich nicht an der Studie. <BR /><BR />„Es ist festzuhalten, dass sowohl Südtirol als auch Bayern mehrfache Versuche unternommen haben, Tirol zu einer Teilnahme an der Studie zu bewegen. Dies wurde seitens Tirols mit Verweis auf das anhängige Verfahren gegen die Tiroler Fahrverbote vor dem EuGH ausgeschlagen“, erklärt Alfreider. Von der Europäischen Kommission würde die Studie im Übrigen „ausdrücklich begrüßt“. <BR /><BR />Dass sich das Bundesland Tirol nicht beteiligt, wundert Rohrer nicht: „Die variable Maut würde alle Tiroler Maßnahmen wie Blockabfertigung und Nachtfahrverbote aushebeln. Genau auf diese Lenkung des Verkehrs setzt aber Tirol, um die Belastung für die Menschen entlang der Brennerachse zu verringern.“<h3> Lösungsvorschläge erwartet man sich von Studie</h3>Dass es „derzeit leider noch keinen Konsens gibt, wie man die Verkehrsspitzen auf der Brennerachse reduziert, die Verlagerung und die Dekarbonisierung vorantreibt und den Verkehr intelligenter steuert“, bestätigt auch der Landesrat in seiner schriftlich gegebenen Antwort auf Rohrers Anfrage. <BR /><BR />Lösungsvorschläge erwartet man sich von der Studie, für die laut Alfreider eine Bietergemeinschaft bestehend aus TRT Trasporti e Territorio Srl und M-Five GmbH beauftragt wurde. „Beide Unternehmen haben einschlägige Kompetenzen und waren u.a. bereits im Auftrag der Europäischen Kommission tätig“, berichtet er weiter. Alfreider hält den Ansatz der variablen Maut für „vielversprechend“ und man werde die Ergebnisse der Studie den Staaten entlang des Korridors vorstellen. Die Alternative, untätig zu bleiben, sei für die Südtiroler Landesregierung jedenfalls keine Option, so der Landesrat.<BR /><BR /> Das Konzept der variablen Maut sieht vor, zu bestimmten Uhrzeiten und an Tagen, an denen es besonders viel Verkehr gibt, eine besonders hohe Maut einzuheben. Günstig soll sie hingegen sein, wenn wenige LKW unterwegs sind. Damit soll der Verkehr gleichmäßiger verteilt werden. Für die Grüne Landtagsabgeordnete Rohrer ist das prinzipiell keine Lösung: Der Verkehr auf dem Brennerkorridor werde so nicht verringert. „Im Gegenteil: Es geht allein darum, die Autobahn effizienter zu nutzen und noch mehr Verkehr durchzuschleusen. Freie Kapazitäten hat die Autobahn besonders nachts...“