Donnerstag, 04. Januar 2018

Trauer nach Lawinenunglück in Südtirol

Nach dem tragischen Unglück im Vinschgau am Mittwoch, bei dem Mutter und Tochter starben, trauert nun ihr Skiclub aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg um die Opfer.

Foto: Video Aktiv Schnals
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Foto: Video Aktiv Schnals

Die „Schneeläuferzunft Ludwigsburg“ bekundete auf ihrer Internetseite am Donnerstag ihre Anteilnahme. Das 11 Jahre alte Mädchen und seine 45 Jahre alte Mutter waren am Mittwoch von einer Lawine im Skigebiet Schöneben-Haideralm im Vinschgau verschüttet und getötet worden (STOL hat berichtet).

Die beiden waren mit einer Gruppe von neun Skifahrern aus Deutschland abseits der Piste unterwegs, als das Schneebrett in etwa 2100 Metern Höhe abging. In ganz Südtirol herrschte auch am Donnerstag erhebliche Lawinengefahr (STOL hat berichtet).

Mädchen war zuerst gerettet worden

Das Mädchen sei zwar aus der Lawine gerettet worden, habe aber nicht überlebt, sagte ein Sprecher der Polizei in Bozen der Deutschen Presse-Agentur. Kurze Zeit später bestätigte die Bergrettung den Tod der Mutter. Sie war lebensgefährlich verletzt worden und starb im Krankenhaus.

Mutter und Kind waren privat in Südtirol, wie Thomas Mayer, der Sprecher des Skiclubs, sagte. Der Vater des Kindes sei vor Ort. Die Betroffenheit unter den Mitgliedern sei enorm, daher wolle man zurückhaltend mit dem Unglück umgehen. „Der Vorstand und der Vater des Kindes haben vereinbart, dass zunächst keine weiteren Erklärungen abgegeben werden.“

Die Mutter konnte laut Nachrichtenagentur Ansa erst eine Stunde nach dem Unglück geborgen werden, ihre Tochter sei noch vor Ort gestorben. Für die Retter war die Lage äußerst schwierig.

Die Carabinieri sind weiterhin mit den Ermittlungen rund um das tragische Unglück beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft hat sich noch nicht eingeschaltet.

dpa/stol

stol