Montag, 10. Februar 2020

Scala widmet Sopranistin Freni „Fedora“-Premiere

Die Mailänder Scala würdigt die am Sonntag im Alter von 84 Jahren verstorbene Sopranistin Mirella Freni und widmet ihr die Premier von Umberto Giordanos „Fedora“ am 3. Juni.

Sopranistin Mirella Freni ist am Sonntag verstorben.
Sopranistin Mirella Freni ist am Sonntag verstorben. - Foto: © apa
„Freni zählte zur Scala-Familie, sie war eine der besten Stimmen des 20. Jahrhundert“, heißt es in einer Presseaussendung der Scala, an der Freni 34 Jahre zwischen 1962 und 1996 aufgetreten war. Zu den legendärsten Auftritte zählte jener als Mimi in „La Boheme“ mit der Regie Franco Zeffirellis. „ Fedora“ ist die letzte Rolle, die Freni vor dem Ende ihrer Karriere an der Scala 1996 übernommen hatte.


Der italienische Kulturminister Dario Franceschini bezeichnete Freni als „großartige Sopranistin“. „Mit ihrer Stimme hat sie die ganze Welt begeistert“, twitterte Franceschini. Er sprach von einem großen Verlust für die Opernwelt und die Kultur.


Auch die Stiftung der Arena von Verona gedachte Freni. In Verona war sie 1965 als Micaela in Bizets Carmen aufgetreten. „Frenis Stimme, ihre außerordentlichen Auftritte, sowie ihr großes Charisma werden in der Erinnerung sämtlicher Generationen von Künstlern und Opernliebhabern bleiben“, so die Intendantin der Arena von Verona, Cecilia Gasdia.


Die Trauerzeremonie für die Sopranistin ist am Mittwoch (14.30 Uhr) im Dom ihrer Heimatstadt Modena geplant. Der Sarg wird davor im städtischen Theater „Luciano Pavarotti“ in Modena aufgebahrt.


Der ORF widmet der verstorbenen Sängerin einen Programmschwerpunkt: Der „Kulturmontag“ (22.30 Uhr, ORF 2) bringt einen Nachruf, am Sonntag sendet ORF III das Porträt „Mirella Freni – Ein Leben für die Oper“ (16.2., 19.10 Uhr) und am 1. März zeigt ORF III Freni in „La Boheme“ (20.15 Uhr).

apa