Montag, 22. Oktober 2018

Trauer um Sextner BRD-Chef Pepe Pfeifhofer

Wie ein Lauffeuer machte am Samstag die Nachricht vom Tod des Sextner Bergrettungschefs Pepe Pfeifhofer die Runde. „Sexten trauert um einen geschätzten Mitbürger und verliert einen kompetenten Alpinexperten“ sagte Bürgermeister Fritz Egarter, „der in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich am Aufbau der Notfallhilfe am Berg beteiligt war. Sein Frohsinn und Lebensmut werden uns fehlen und in Erinnerung bleiben.“

Pepe Pfeifhofer. - Foto: Christian Tschurtschenthaler
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Pepe Pfeifhofer. - Foto: Christian Tschurtschenthaler

Pepe Pfeifhofer war am Samstag nach langer mit großer Geduld ertragener Krankheit im Alter von 62 Jahren verstorben. Der Weba Pepe, wie er von den Sextnern genannt wurde, war bis zu seinem Tod Chef der Bergrettung Sexten, Bauer am Weberhof, Skilehrer und Bergführer und zeichnete sich in jungen Jahren durch seine besonderen Kletterkünste aus. Etliche Erstbegehungen schwieriger Routen in den Sextner Dolomiten und weit darüber hinaus stehen auf seinem Konto. Viele Jahre war Pfeifhofer auch Vorsitzender der lokalen Lawinenkommission und über 20 Jahre Skilehrer bei der Skischule Sextner Dolomiten. Ein schwerer Arbeitsunfall am 2. April 2001 veränderte sein Leben schlagartig. Durch eine Querschnittlähmung war er seither an den Rollstuhl gefesselt.

Sein Leben waren die Berge

Pfeifhofers Leben waren die Berge. Er war 23 Jahre lang Bergführer und 35 Jahre Mitglied der Bergrettung Sexten wovon er den Sextner BRD 25 Jahre als Chef leitete. Bis zuletzt koordinierte er die Bergrettungseinsätze vor Ort.  In diese Zeit fällt auch der Aufbau der Flugrettung, die er maßgeblich mitbestimmte. Pfeifhofer war viele Jahre Bergrettungsausbilder beim italienischen Alpenverein CAI, Mitbegründer der Alpinschule Drei Zinnen und hob das internationale Skitourenrennen Drei Zinnen Ski Raid aus der Taufe, das heuer seine 22. Auflage erlebte. Unter großem persönlichen Einsatz wurde während seiner  Präsidentschaft der Bau des neuen Bergrettungssitzes am Haus Sexten realisiert, der im Jahr 2010 eröffnet wurde. Pfeifhofer war als sehr geselliger Mensch weitum bekannt und ließ sich auch durch widerfahrene Schicksalsschläge nicht seines Lebensmutes berauben.

Großes Mitgefühl

Das große Mitgefühl gilt den Familienangehörigen, insbesondere seiner Frau Waltraud und den beiden erwachsenen Kindern Hannes und Sandra.

Pepe Pfeifhofer wird am Dienstag, 23. Oktober um 13.15 Uhr vom Trauerhaus in Sexten/Moos ausgehend auf seinem letzten Gang zum Begräbnisgottesdienst in die Pfarrkirche von Sexten begleitet und anschließend im Ortsfriedhof beigesetzt.

stol

stol