Südtirols Gesangs- und Chorszene trauert um Clara Sattler. Die Sopranistin aus Kastelruth ist mit 63 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Über viele Jahre prägte sie mit ihrer Stimme das musikalische Leben im Land und machte sich auch über Südtirol hinaus einen Namen.<BR /><BR />Bis zuletzt blieb Sattler der Musik eng verbunden. Sie war als Stimmbildnerin und Chorleiterin tätig und gehörte als Solistin dem Domchor Brixen an.<h3> Von Südtirol auf internationale Bühnen</h3>Ihre Ausbildung in den Bereichen Lied, Oratorium und Oper führte Sattler nach Bozen und Wien. Musikalisch bewegte sie sich durch mehrere Epochen – von Werken des Barock bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.<BR /><BR />Ihre Konzerttätigkeit brachte die Sopranistin auch auf Bühnen außerhalb Südtirols. In Wien war sie unter anderem im Konzerthaus sowie im Schloss Schönbrunn zu hören. Weitere Auftritte führten sie nach Polen, wo sie bei Carmina Burana mitwirkte, sowie nach Grein an der Donau zu Aufführungen von Barockopern.<BR /><BR />Auch auf anderen Kontinenten stand Sattler auf der Bühne: 2008 unternahm sie eine Konzertreise nach Südafrika, sechs Jahre später führte sie eine Tournee gemeinsam mit dem Männerchor Götzis nach Südamerika.<h3> Operette und Volksmusik als Herzensangelegenheit</h3>Auch als Mitglied des Südtiroler Operettenensembles war Clara Sattler aktiv. Dort übernahm sie unter anderem Rollen im „Vogelhändler“, „Bettelstudent“, in der „Fledermaus“, der „Lustigen Witwe“ und in „Gräfin Mariza“.<BR /><BR />Neben ihrer Arbeit mit klassischer Musik lag ihr auch die heimische musikalische Tradition am Herzen. Sattler pflegte Volkslieder und engagierte sich insbesondere dafür, Jodler zu erhalten und weiterzugeben. Auch ihre Verbundenheit mit der Tracht zeigte sie gerne.