Montag, 06. Januar 2020

Trauerbekundungen nach Tragödie in Luttach – 2 Personen weiterhin in Lebensgefahr

Nach der Alkoholfahrt eines 27-jährigen Mannes mit 6 Toten und mehreren Schwerverletzten in Luttach herrscht Trauer und Fassungslosigkeit. Viele Trauerbekundungen erreichen Südtirol. 2 junge Opfer des schrecklichen Unfalls schweben immer noch in Lebensgefahr.

Immer mehr Menschen kommen an den Unglücksort um ihre Anteilnahme durch Blumen und Kerzen auszudrücken.
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Immer mehr Menschen kommen an den Unglücksort um ihre Anteilnahme durch Blumen und Kerzen auszudrücken. - Foto: © DLife

Nachdem in Luttach in der Nacht auf Sonntag 6 junge Menschen aus Deutschland im Alter zwischen 20 und 25 bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren, drückten unter anderem der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte den Angehörigen seine Anteilnahme aus.



Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich am Sonntagabend tief bestürzt.
>Und auch der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen drückte den Angehörigen sein Beileid aus und sicherte seine Unterstützung zu.

Der Reiseveranstalter Semesterende Skireisen als Teil der Outdoor Travelers GmbH aus Aachen, über den die jungen Leute ihre „Weiße Woche“ im Ahrntal gebucht haben, äußerte sich im Internet bestürzt, dass sich der schreckliche Unfall bei einer seiner Touren ereignet hatte.



Auch Südtirols Bischof Ivo Muser und Landeshauptmann Arno Kompatscher kondolierten am Sonntag.

Große Anteilnahme in Luttach

In Luttach kamen bis spät in die Nacht Menschen an den Unglücksort und stellten Grablichter auf und legten Blumen nieder. Die Betroffenheit im Ahrntal und darüber hinaus ist sehr groß. Die Tragödie in Luttach hat über die Grenzen Südtirols hinaus für Trauer und Bestürzung gesorgt.

Das Unglück

Die Gruppe der jungen Urlauber befand sich auf dem Heimweg von ihrem Discobesuch im Hexenkessel. Gegen 1.15 Uhr nachts stiegen sie aus einem Shuttlebus und überquerten auf dem Weg zur Unterkunft die Hauptstraße. Dort wurden sie von einem 27-jährigen, der stark alkoholisiert war, vollerfasst. Aufgrund der gesamten Unfalldynamik ist von einer erheblichen Übertretung der Geschwindigkeitsbegrenzung auszugehen.

Bei dem Unfall verloren 3 Frauen und 3 Männer ihr Leben. Weitere 11 Personen wurden verletzt. 2 davon schweben immer noch in Lebensgefahr.

Der „Hexenkessel“ in Steinhaus, wo die Reisegruppe am Abend vor der Tragödie gefeiert hatte, kündigte an, dass die Disco am Abend aus Respekt und in tiefer Trauer geschlossen bleibe.

4 der Toten stammen, wie berichtet, aus Nordrhein-Westfalen, einer wohnte in Hamburg und der sechste in Niedersachsen. Unter den Verletzten sind 2 Südtiroler, die übrigen stammen aus Deutschland. 2 Deutsche schweben weiterhin in Lebensgefahr.

Haftprüfung am Dienstag oder Mittwoch

Der Fahrer des ps-starken Sportwagens Audi TT war stark betrunken. Ihm drohen 18 Jahre Haft.

Bei einer Haftprüfung, die am Dienstag oder Mittwoch stattfinden soll, soll geprüft werden, ob der Fahrer in das Gefängnis von Bozen überstellt werden kann.








jot/dpa