Samstag, 17. April 2021

Prinz Philip auf Schloss Windsor beigesetzt

Prinz Philip ist auf Schloss Windsor beigesetzt worden. Der Sarg mit den sterblichen Überresten des Ehemanns der britischen Königin Elizabeth II. wurde am Samstag während einer Trauerfeier in die königliche Gruft hinabgelassen. Der Herzog von Edinburgh, wie Philip im Vereinigten Königreich genannt wird, war am 9. April auf Schloss Windsor nahe London gestorben, er wurde 99 Jahre alt.

Prinz Philip wurde am Samstag beigesetzt. - Foto: © APA/afp / DANNY LAWSON
Die Gruft ist aber nicht die letzte Ruhestätte Philips. Nach dem Tod der Queen wird der Prinzgemahl an die Seite seiner Frau umgebettet, für die ein Grab in der kleinen König-Georg-VI.-Gedenkkapelle vorgesehen ist. Dort ruhen die engsten Angehörigen der Königin: Ihr Vater Georg VI., ihre Mutter und ihre Schwester Margaret.

Insgesamt folgten 9 Mitglieder der Königsfamilie dem Sarg zu Fuß. William und Harry gingen in derselben Reihe. Die Beziehung von William und Harry hatte zuletzt stark unter dem Umzug von Harry und dessen Frau, Herzogin Meghan, in die USA sowie Rassismus-Vorwürfen des Paares gegen den Palast gelitten.

Nachdem der Sarg auf den Leichenwagen – einen von Philip selbst gestalteten Landrover – gehoben wurde, verließ die Königin das Gebäude. Sie bestieg ihre Staatslimousine und der Wagen schloss sich dem Trauermarsch zur St.-Georgs-Kapelle auf dem Schlossgelände an. Philip war am 9. April im Alter von 99 Jahren gestorben.

Kurz vor der Beerdigung wurde auf besonderen Wunsch der Queen ein neues privates Paarfoto mit Prinz Philip aus dem Jahr 2003 veröffentlicht.





Großbritannien erinnert mit Schweigeminute an Prinz Philip

Mit einer Schweigeminute haben die Menschen im Vereinigten Königreich an den gestorbenen Prinzgemahl Philip erinnert. Um 15.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MESZ) hielten landesweit Menschen zum stillen Gedenken inne. Gleichzeitig begann auf Schloss Windsor bei London die Trauerfeier, zu der wegen der Corona-Auflagen nur 30 Gäste zugelassen waren. Premierminister Boris Johnson verfolgte die Zeremonie per Fernseher auf seinem Landsitz in Chequers und beteiligte sich an der Schweigeminute.

Um die Stille nicht zu stören, hatte der Londoner Flughafen Heathrow, der nur wenige Kilometer von Windsor entfernt liegt, über mehrere Minuten vor und nach der Schweigeminute alle Starts und Landungen verboten.

dpa/stol