Montag, 30. April 2018

Trauriger Rekord: Mehr als 900 Wildunfälle

Der schneereiche Winter dürfte eine der zentralen Ursachen für die vielen Wildunfälle im vergangenen Jahr gewesen sein: Dadurch wurde das Wild bei der Futtersuche in tiefere Lagen gedrängt auf, es kam zu einer Verdichtung des Wildes in Straßennähe, wo viele Rehe und Hirsche dann nach Unfällen verendeten. 948 Wildunfälle wurden 2017 gezählt – so viele wie noch nie seit Beginn der Zählungen im Jahr 2012. Das berichtet das Tagblatt "Dolomiten" in der Montagausgabe.

Der schneereiche Winter hat dem Wild das Leben schwer gemacht.
Der schneereiche Winter hat dem Wild das Leben schwer gemacht.

Bei den 948 Unfällen verendeten 847 Rehe, 97 Stück Rotwild, 3 Wildschweine und eine Gämse.

Der Geschäftsführer des Jagdverbandes, Heinrich Aukenthaler, und der Wildbiologe Lothar Gerstgrasser gehen davon aus, dass der frühe und üppig gefallene Schnee Hauptgrund für den Anstieg der Unfälle ist.

Gerstgrasser glaubt, dass auch die immer sorgfältiger durchgeführten Aufzeichnungen der Wildunfälle mit Ursache für die gestiegenen Zahlen sind.

Die tatsächliche Zahl der Wildunfälle dürfte noch um einiges höher sein. Denn Wildunfälle werden zwar sehr häufig den Jagdaufsehern und der Forstbehörde gemeldet.

Aber bleibt die Meldung aus oder erfolgt sie nur an die Carabinieri, dann scheinen diese Unfälle auch in der Statistik nicht auf, sagt der Vizedirektor des Amtes für Jagd und Fischerei, Andreas Agreiter.

Der Jagdverband rät den Bürgern, die in Gegenden wohnen, wo es häufig zu Unfällen kommt, zu einer Versicherung. Denn das Land zahlt nur ganz selten Schadenersatz.

D/hof

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol