Freitag, 28. August 2020

Trauriges Ende einer Suchaktion: Vermisster Franzose tot geborgen

Der 71-jährige Franzose Christian de Monte war bereits vor über einer Woche in Südtirol angekommen und alleine zu einer mehrtägigen Bergtour aufgebrochen. Am 22. August war sein Ziel – nach einer Nacht in der Edelrauthütte am Pfunderer Höhenweg – die Hochfeilerhütte. Dort ist er allerdings nie angekommen.

Christian De Monte konnte nur noch tot geborgen werden.
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Christian De Monte konnte nur noch tot geborgen werden. - Foto: © stol
Weil die Tochter De Montes seit Tagen nichts von ihrem Vater gehört hatte, schlug sie am Donnerstag Alarm und gab eine Vermisstenanzeige auf.

Sofort startete die Bergrettung Sterzing und die Bergrettung Vintl. Rettungshundestaffel und die Freiwillige Feuerwehr von Pfunders zu einer großangelegten Suchaktion im Gebiet zwischen Edelrauthütte in den Pfunderer und der Hochfeilerhütte in Pfitsch. ( STOL hat berichtet

Nachdem man die Suche am Donnerstagabend erfolglos abbrechen musste, wurde sie am Freitag mit Unterstützung aus der Luft wieder aufgenommen. Der Helikopter der Finanzwache entdeckte den Leichnam schließlich bei einem Suchflug am späten Vormittag unterhalb der Hochfeilerhütte im Gebirgsbach.

Wie Erwin Fischnaller von der Bergrettung Vintl gegenüber STOL berichtet, war der Franzose, der von der Edelrauthütte erst am Nachmittag gestartet war, also wohl schon am 22. August auf dem sogenannten 1-er Höhenweg beim Übergang bei der Gletscherquerung (Gliederferner) abgestürzt – und lag demnach bereits seit einer Woche tot in dem Bachbett.

Der Aiut Alpin hat den Leichnam bereits geborgen und in die Sterzinger Leichenkapelle gebracht.



jno/vs

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