„In den vergangenen Jahren haben sich die Gewohnheiten der Bevölkerung stark verändert. Heutzutage werden mehr als 80 Prozent der Verstorbenen verbrannt“, erklärte Vizebürgermeister Stephan Konder auf einer Pressekonferenz wenige Tage vor Allerheiligen. Diese Zahl liege weit über dem Durchschnitt des restlichen Staatsgebiets, so der Stadtrat für Bestattungs- und Friedhofsdienste. <BR /><BR />„Deshalb war es notwendig, die Flächenverteilung im Friedhof neu zu überdenken, denn die Erdbestattungen in Einzel- oder Familiengräbern sind rückläufig und die Nachfrage nach Grab- und Urnennischen ist stark angewachsen“, so Konder. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1089957_image" /></div> <BR /><BR />Der städtische Friedhof im Stadtviertel Haslach-Oberau erstreckt sich auf einer Fläche von 16 Hektar. Errichtet wurde er damals neben dem bereits bestehenden jüdischen und dem Evangelischen Friedhof. Auf dem Friedhof liegen 15.600 Gräber, ca. 4000 davon Familiengräber, und über 15.700 Nischengräber. Der Jüdische, der Evangelische und der Islamische Friedhof sind Teil des Friedhofes. Neben den Einäscherungen haben auch die Anträge um Verstreuung der Asche der Verstorbenen zugenommen. <BR /><BR />Das Amt für Bestattungs- und Friedhofsdienste stellt die Ermächtigungen aus, Hinterbliebene können die Ascheurne in Verwahrung nehmen und die Asche verstreuen. Sie kann auf dem Friedhof im Garten der Erinnerung verstreut werden oder bei Schloss Sigmundskron. Die Gemeindeverwaltung hat eine entsprechende Vereinbarung mit dem Messner Mountain Museum abgeschlossen.