Der tragische Unfall hatte sich in Calasca-Castiglione im Piemont ereignet, als Margherita Lega mit ihrem Mann und ihren Kindern auf dem Weg zu einer Almhütte oberhalb des Weilers Porcareccia war. <BR /><BR />Die 41-Jährige soll sich an der kleinen, schlittenähnlichen Anlage, die zum Transport von Gepäck verwendet wird, verhakt haben. Plötzlich setzte sich die Seilbahn in Bewegung, die Frau wurde mitgerissen und stürzte gleich nach dem Start in einen Abgrund. Lega starb noch am Unfallort.<BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen Marco Bertaglia, den Vorsitzenden der Vereinigung, die das Feriendorf oberhalb des Weilers Porcareccia betreibt, zu dem Lega mit ihrer Familie unterwegs war. <BR /><BR />Ebenfalls der fahrlässigen Tötung verdächtigt werden Damiano Brega, Konzessionsinhaber der Materialseilbahn, sowie Franco Baldacci, der die Seilbahn von der Bergstation aus bedient hatte, während Lega das Gepäck verlud. Bertaglia und Brega wirft Staatsanwalt Nicola Mezzina auch die Verletzung der Vorschriften zur Arbeitssicherheit vor.<h3> Vergleichsangebot über ein Jahr und vier Monate Haft zur Bewährung</h3>Marco Bertaglia hat der Staatsanwaltschaft jetzt ein Vergleichsangebot über ein Jahr und vier Monate Haft zur Bewährung unterbreitet. Sollte die Anklagebehörde das Angebot für angemessen befinden, muss letztendlich der U-Richter entscheiden, ob er es absegnet. <BR /><BR /><BR /> Brega hat ein verkürztes Verfahren beantragt, das an die Anhörung eines parteieigenen Sachverständigen geknüpft ist. Dabei handelt es sich um einen Ingenieur mit Fachgebiet Seilbahnen. Baldacci könnte auch ein verkürztes Verfahren anstreben, falls die Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft über einen möglichen Vergleich nicht fruchten sollten. <BR /><BR />Die nächste Verhandlung ist für den 24. März angesetzt. Vorgesehen ist die Anhörung des Sachverständigen sowie des vom Staatsanwalt beauftragten Gutachters, Professor Pennacchi.