Das kleine Dorf Garniga im Trentino trauert um Tonino & Gilberto. Die beiden Esel wurden am frühen Donnerstagmorgen von einem Bären getötet, wie die italienische Tageszeitung „l'Adige“ berichtet. Die Tiere gehörten Guido Zanotelli und waren in der gesamten Region äußerst beliebt und regelrechte „Dorfinstitutionen“. Vor allem beim Fest der Heiligen Drei Könige sorgten sie für funkelnde Kinderaugen.<BR /><BR /><BR />Der Bärenangriff ereignete sich am Donnerstagmorgen gegen 5.30 Uhr. Zanotelli bemerkte im Laufe des Tages, dass seine Tiere zunächst nicht auf seine Rufe reagierten und machte sich auf die Suche. Gegen Mittag fand er Tonino schließlich leblos in der Nähe der Umzäunung. Kurze Zeit später wurde auch Gilberto tot aufgefunden, nahe der Dorfkirche.<h3> Bär schlägt trotz Herdenschutzmaßnahmen zu</h3>„Ich habe in den Zaun und Schutzmaßnahmen investiert, aber offensichtlich hat das nicht gereicht“, berichtet Zanotelli. Sein Gehege erstreckt sich über fast einen Kilometer und umfasst mehr als 400 Pfosten. Für viele Bewohner waren die Esel ein beliebter Treffpunkt -für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.<BR /><BR /><BR />Die Forstbehörde bestätigte den Angriff und stellte fest, dass ein Bär der Täter war. Zanotelli betont, dass er grundsätzlich nichts gegen Bären und Wölfe in der Region habe, dennoch sei er besorgt: „Ich liebe alle Tiere, aber etwas funktioniert hier nicht. Es ist beängstigend.“<BR /><BR />Der Bauer appelliert an die Bevölkerung: „Viele Leute sind morgens oder abends mit ihren Hunden unterwegs, Kinder fahren mit dem Schulbus – man muss vorsichtig sein, der Bär ist in dieser Gegend unterwegs.“