Gleichzeitig nimmt die Mobilität innerhalb Italiens wieder zu, geht aus dem neuen Istat-Bericht zu den Binnen- und Auslandswanderungen der Wohnbevölkerung hervor.<BR /><BR />Demnach verließen 2025 im Trentino-Südtirol 3,2 von 1.000 Einwohnern ihre Heimat, um ins Ausland zu ziehen. Der italienische Durchschnitt lag 2025 bei 2,0 von 1000 Einwohnern. Nach Angaben der Statistikbehörde hängt dies auch mit der geografischen, kulturellen und sprachlichen Nähe zu Österreich und Deutschland zusammen.<BR /><BR />Insgesamt hat sich die Auswanderung aus Italien deutlich abgeschwächt. <BR />Nach dem Höchststand von 141.000 italienischen Auswanderern im Jahr. 2024 sank ihre Zahl 2025 auf 109.000. Das entspricht einem Rückgang um 22,7 Prozent. <h3> Spanien beliebtestes Auswanderungsziel</h3>Bei den Auswanderungszielen italienischer Staatsbürger liegt 2025 erstmals Spanien an der Spitze. Aufgrund eines besonders starken Rückgangs der Auswanderung nach Deutschland und Großbritannien entfielen 12,2 Prozent aller Auswanderungen auf Spanien. Die Zahl der Wegzüge nach Deutschland sank um 36,8 Prozent, jene nach Großbritannien sogar um 38,5 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Zuwanderung aus dem Ausland auf hohem Niveau.<BR /><BR />Insgesamt wurden 440.000 Zuzüge registriert, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 383.000 auf ausländische Staatsbürger, die damit weiterhin mehr als 87 Prozent aller Einwanderer ausmachen. Auch innerhalb Italiens nahm die Mobilität wieder zu. Die Zahl der Wohnsitzwechsel zwischen italienischen Gemeinden stieg um gut fünf Prozent auf 1,455 Millionen. Sowohl Italiener als auch Ausländer zogen häufiger um, wobei der Anstieg bei den ausländischen Staatsbürgern mit 14,8 Prozent deutlich stärker ausfiel als bei Italienern mit drei Prozent.<h3> Süden stark von Brain Drain betroffen</h3>Von der Binnenwanderung profitiert weiterhin vor allem Norditalien. <BR />Den höchsten positiven Wanderungssaldo verzeichnete die Emilia-Romagna mit 2,1 Zuzügen je 1.000 Einwohner. Süditalien verlor dagegen erneut Einwohner an die Regionen des Zentrums und Nordens. Der Süden büßte netto rund 45.000 Bewohner ein. Besonders betroffen waren Basilikata und Kalabrien.<BR /><BR />Vor allem junge Akademiker verlassen weiterhin den Süden. Zwischen<BR />2019 und 2025 verlor das Mezzogiorno rund 150.000 italienische Hochschulabsolventen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren. Rund 122.000 von ihnen zogen in den Mittel- oder Norden Italiens, weitere 28.000 wanderten ins Ausland aus.