<b>Von Lorenzo Baratter</b><BR /><BR />Wenn Tumore oder Infektionen den Stoffwechsel verändern, entstehen flüchtige organische Verbindungen (VOCs), also Geruchsprofile. Hunde, deren Geruchssinn bis zu 100.000-mal empfindlicher ist als der des Menschen, können lernen, gesunde von pathologischen Proben mit hoher Genauigkeit zu unterscheiden. Vielversprechend sind Ergebnisse zur Früherkennung von Lungen- und Prostatakrebs sowie zur Identifizierung von Covid-19.<h3> Hunde erreichen Präzisionswerte von bis zu 98 Prozent</h3>Daraus ist das Projekt „Se ti fiuto ti aiuto“ entstanden, eine Kooperation von „Medical Detection Dogs Italy“, der Uni Mailand und dem Europäischen Institut für Onkologie: nicht invasiv, zugänglich und kostengünstig, als Ergänzung zur Diagnostik und Grundlage künftiger „elektronischer Nasen“. Die derzeit für Lungenkrebs geschulten Hunde erreichten in einigen Studien Präzisionswerte von bis zu 98 Prozent. <BR /><BR />Auch im Trentino könnte diese Innovation schnellere und nachhaltigere Verfahren bringen. Das Thema erläuterte Mariangela Albertini, Tierärztin und außerordentliche Professorin für Physiologie und Ethologie an der Uni Mailand. Sie hat über 180 Publikationen veröffentlicht und koordiniert seit 2014 die italienischen klinischen Studien zum Einsatz des Hundegeruchssinns.