Samstag, 30. April 2016

Trevi-Brunnen in blutrotem Licht - als Symbol für verfolgte Christen

Der Trevi-Brunnen in Rom ist Freitagabend in rotes Licht getaucht worden – als Symbol für das vergossene Blut verfolgter Christen. Die Lichtinstallation an der weltberühmten Touristenattraktion solle verfolgte Christen aus aller Welt daran erinnern, „dass sie nicht im Stich gelassen werden“, sagte der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Nunzio Galantino.

Als Symbol für das vergossene Blut verfolgter Christen wurde der weltberühmte Trevi-Brunnen in Rom am Freitagabend in blutrotes Licht gehüllt.
Als Symbol für das vergossene Blut verfolgter Christen wurde der weltberühmte Trevi-Brunnen in Rom am Freitagabend in blutrotes Licht gehüllt. - Foto: © APA/AFP

Um die blutrote Farbe des Trevi-Brunnens besonders zur Geltung zu bringen, wurden alle anderen Lichter in der Umgebung ausgeschaltet. Organisiert wurde die Aktion vom katholischen Hilfswerk "Kirche in Not".

Auch Überlebende und Hinterbliebene von Opfern religiöser Gewalt nahmen daran teil. Neben dem Bischof aus dem syrischen Aleppo, Antoine Audo, waren eine Nonne aus dem Jemen und ein Student aus Kenia nach Rom gereist. Die Nonne hatte im März einen Angriff auf ein christliches Altenheim im Jemen überlebt, bei dem 16 Menschen getötet worden waren. Der Kenianer studiert an der Universität von Garissa, wo somalische Shebab-Rebellen im April 2015 einen islamistischen Anschlag mit 142 Toten verübt hatten.

Der Trevi-Brunnen befindet sich vor dem Palazzo Poli im Zentrum der italienischen Hauptstadt und wird jedes Jahr von Millionen Touristen besucht. Der Bau der barocken Fontäne war 1732 von Papst Clemens XII. in Auftrag gegeben worden, um einen kleineren Brunnen zu ersetzen. Drei Jahrzehnte später wurde das Bauwerk von Niccolo Pannini fertiggestellt.

Der Trevi-Brunnen ist auch durch eine berühmte Filmszene von 1960 bekannt: Im Film „Das süße Leben“ (La Dolce Vita) von Federico Fellini nimmt die schwedische Schauspielerin Anita Ekberg gemeinsam mit ihrem Filmpartner Marcello Mastroianni ein Bad in dem Brunnen.

apa/afp

stol