Donnerstag, 11. April 2019

Trient: 120 Kubikmeter illegaler Müll beschlagnahmt

Die Finanzwache von Trient hat in Gardolo im Trentino eine 1200 Quadratmeter große Fläche ausfindig gemacht, auf der illegal Müll gelagert wurde. Da teilweise auch Giftmüll dabei war, muss geprüft werden, ob auch das Trinkwasser dadurch beschmutzt wurde.

Chaotische Zustände in der Werkstatt. - Foto: Finanzwache Trient
Chaotische Zustände in der Werkstatt. - Foto: Finanzwache Trient

Eigentlich kontrollierten die Beamten die angrenzende Autowerkstatt, wo ein 30-jähriger Moldawe in schwarz und ohne Lizenz Reparaturen durchführte.

Im Zuge der Kontrolle durchforsteten die Beamten auch die umliegenden Flächen. Dabei fiel ihnen eine angrenzendes Grundstück auf, wo Schrott gelagert wurde: Darunter Gerüste von Fahrzeugen, Reifen, leere Batterien, Elektrogeräte, Plastikgehäuse, Klebstoffe und Lacke. Die Gegenstände waren ungeordnet und den Umwelteinflüssen ausgesetzt. 

Für die illegale Mülllagerung ist ein ebenfalls 30-jähriger Italiener verantwortlich, der als Klempner arbeitet.

Ein Ausschnitt aus der Deponie. - Foto: Finanzwache Trient

Die Finanzwache beschlagnahmte über 120 Kubikmeter illegal gelagerten Müll – darunter auch Giftmüll. Die beiden 30-Jährigen wurden angezeigt. Die schweren Verstöße gegen die Umweltauflagen können mit bis zu 30 Jahren Haft und über 50.000 Euro Geldbuße bestraft werden. Die Fläche von 1200 Quadratmetern wurde beschlagnahmt, außerdem verschiedene Arbeitseinrichtungen und –utensilien in der illegalen Werkstatt des Moldawen.

Experten werden überprüfen, ob der Boden durch den Müll verseucht, beziehungsweise Trinkwasser beschmutzt wurde.

stol 

stol