Freitag, 29. März 2019

Trient: 700 illegale „Gratta e vinci“-Lose beschlagnahmt

In Trient hat ein chinesisches Geschäft mit einer Verlosung von „Gratta e vinci“-Rubbellosen und mehreren Preisen geworben. Die 700 Lose stellten sich allerdings als illegal heraus. Die Lose der beiden Hauptgewinne, ein Tablet und ein Smartphone, wurden absichtlich nicht ausgehändigt.

Die als Preise ausgesetzten Artikel – im Wert von über 20.000 Euro – und die illegalen Rubbellose wurden beschlagnahmt. - Foto: Finanzwache Trient
Die als Preise ausgesetzten Artikel – im Wert von über 20.000 Euro – und die illegalen Rubbellose wurden beschlagnahmt. - Foto: Finanzwache Trient

Die Beamten der Finanzwache wurden auf ein chinesisches Geschäft in Trient aufmerksam, weil es auf einem Plakat für ein „großes Angebot“ warb. Das Angebot bestand darin, dass Kunden, die für mindestens 20 Euro eingekauft hatten, ein „Gratta e vinci“-Rubbellos erhielten, mit dem sie an einer Verlosung teilnehmen konnten.

Es winkten ein „Super Gewinn“ und ein „Erster Preis“. Als Preise wurden teure Elektro-Artikel ausgesetzt.

Kein Enddatum angegeben

Auf dem Plakat war allerdings kein Enddatum angegeben, bis wann man an der Ziehung teilnehmen konnte. Dieser Gesetzesverstoß geriet ins Visier der Beamten, denn Verlosungen und Lotterien müssen zeitlich beschränkt sein.

Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass die Betreiber des Geschäftes die Verlosung auch nicht dem Wirtschaftsministerium gemeldet hatten.

700 Lose, Preise im Wert von über 20.000 Euro 

In einem Hinterraum des Geschäftes entdeckte die Finanzwache schließlich 700 gefälschte „Gratta e vinci“-Rubbellose, die dort in Kartons gelagert wurden.

Aber nicht nur: Auch 7 Toaster und Waffeleisen, 4 Elektro-Reiber, eine Zitruspresse, 12 Stabmixer, 5 Kaffeemühlen, ein Wasserkocher, ein Bügeleisen, ein Universalmixer, eine Knetmaschine und 3 Smartphones und Tablets waren dabei. Alle Marken-Elektrogeräte waren als Preise ausgesetzt.

Gewinner-Lose absichtlich nicht ausgehändigt

2 der Rubbellose waren separat verpackt – mit ihnen hätte man ein Tablet und ein Smartphone gewinnen können. Diese gewinnbringenden Lose waren den Kunden nicht ausgehändigt worden.

Die separat verpackten Lose. - Foto: Finanzwache Trient 

Die als Preise ausgesetzten Artikel – im Wert von über 20.000 Euro – und die illegalen Rubbellose wurden beschlagnahmt.

Die Betrüger erwartet eine Geldstrafe von 4200 bis 12.600 Euro.

stol

stol