Montag, 25. Januar 2016

Trient: Basejumper stirbt, weil sich Schirm nicht öffnet

Die steil gegen Trient abfallende Ostseite des Bergmassiv Paganella hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebter Ort für Basejumper entwickelt. Für einen deutschen Gast bedeutet der Sprung am Sonntagnachmittag den Tod.

Der Basejumper überlebte den Sprung vom Paganella-Massiv nicht. Symbolbild.
Der Basejumper überlebte den Sprung vom Paganella-Massiv nicht. Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Es war gegen 16.30 Uhr, als Passanten etwas vom Himmel fallen sahen. Erst in einem zweiten Augenblick wurde den Beobachtern bewusst, dass es sich um einen Menschen handeln musste. Sie schlugen Alarm. 

Die Rettungskräfte rückten zu einem Wiesenstück nahe der Kirche von Zambana Vecchia aus. Das Dorf liegt nördlich von Trient unweit von Lavis. 

Dort konnten die Retter dem Mann nicht mehr helfen. Sie stellten fest, dass sich sein für die Landung unumgänglicher Gleitschirm nicht geöffnet hatte. Der Mann war vom Osthang des Roda-Gipfels am Paganella-Massiv abgesprungen. 

Beim Opfer handelt es sich um den deutschen Basejumper Lorenz Peter Ullrich (56).

Warum sich der Schirm nicht öffnete, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. 

Abflug vom Paganella-Massiv

Das Paganella-Massiv und vor allem die steil abfallenden Hänge gen Trient sind bei Basejumpern zunehmend beliebt, da sich einen Höhendifferenz von 2000 Metern und damit ein Flug von mehreren Minuten ergibt.
 Im Vorjahr soll es allein im Sommer - laut Tageszeitung L'Adige - zu mehr als 300 Absprüngen gekommen sein. Ziel für die Landung ist dabei oft die Wiese bei der Kirche von Zambana Vecchia.

Das Video hier zeigt einen gelungenen Absprung mit Landung unweit der Stelle, an der der deutsche Basejumper tot aufgefunden wurde. 

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stol/ker

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