Samstag, 22. Dezember 2018

Trient: Häftlingsrevolte nach Selbstmord

Nach dem Eingreifen von Ordnungskräften, Feuerwehr und Sanitätern konnte am Samstag Nachmittag eine Revolte im Gefängnis von Spini di Gardolo bei Trient beendet werden. Auslöser für die Proteste der Häftlinge war der Selbstmord eines ihrer Mithäftlinge. Bereits vor einem Monat hatte sich ein anderer Gefängnisinsasse in Trient das Leben genommen.

Große Aufregung herrschte am Samstag im Gefängnis von Trient.
Große Aufregung herrschte am Samstag im Gefängnis von Trient. - Foto: © shutterstock

Im Gefängnis von Spini di Gardolo hat sich erneut ein Häftling das Leben genommen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, ereignete sich der tragische Vorfall in der Nacht auf Samstag. Ersten Angaben zufolge soll es dabei um einen 32-Jährigen handeln.

Die alarmierten Rettungskräfte konnten für den Mann nichts mehr tun. Im Gefängnis ist es in der Folge zu starken Spannungen unter den Gefangenen gekommen.

Wie der Regierungskommissär von Trient, Sandro Lombardi, am Nachmittag berichtete, hatte sich eine Gruppe von Häftlingen in einem Teil des Gefängnis verbarrikadiert und Einrichtungsgegenstände in Brand gesetzt.

Gefängnispolizei, Staatspolizei, Feuerwehr und Rettungskräfte schafften es allerdings relativ rasch, die Situation wieder in den Griff zu bekommen.

Nach Beendigung der Revolte traf sich eine Delegation von Häftlingen mit der Gefängnisdirektorin, dem Quästor und dem Regierungskommissär. Sie machten dabei auf Probleme mit den sanitären Anlagen aufmerksam.

Vor einem Monat hatte ein weiterer Häftling, ein Mann aus Nigeria, im Gefängnis von Trient Selbstmord begangen kurz nach einer Gerichtsverhandlung.

stol/ds

stol