Davon zumindest ist die Bozner Staatsanwaltschaft überzeugt. Die Ermittlung zum Messerübergriff ist jetzt abgeschlossen: Trivini wird vorsätzlicher Mordversuch zur Last gelegt.Ein zufälliges Treffen, ein Hinterhalt oder gar eine Verabredung, die blutig endete: Diese drei Hypothesen verfolgten die Ermittler.Nun scheint sich – zumindest aus der Sicht der Fahnder – anhand der Indizienlage und der gesicherten Beweismittel die dritte Hypothese als zutreffend herauskristallisiert zu haben.Staatsanwältin Daniela Pol hat ihre Erhebungen abgeschlossen. Sie verdächtigt Trivini, den Übergriff auf Mercuri geplant bzw. das Zusammentreffen herbeigeführt zu haben.Rückblick: Messerübergriff im März in Bozner DrususalleeBekanntlich hatte Carlo Trivini am 17. März in der Bozner Drususallee mit einem Küchenmesser Michele Mercuri (52) lebensgefährlich verletzt.Mercuri musste operiert werden. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr, bleibende Schäden können aber nicht ausgeschlossen werden.Dass die Sache nicht schlimmer ausging, war einem Polizeibeamten in Zivil zu verdanken, der zufällig vorbeikam, die Männer trennte und sofort Alarm schlug.Trivinis Verteidiger will auf Notwehr pochenCarlo Trivini gab später im Verhör an, es sei Mercuri gewesen, der ihm aufgelauert und ihn angegriffen habe (STOL hat berichtet).20 Tage ab Abschluss der Erhebungen hat Trivinis Verteidiger Nicola Nettis nun Zeit, Einsicht in alle Ermittlungsakten zu nehmen und entlastende Indizien für seinen Mandanten beizubringen. Nettis wird auf die Notwehrthese pochen.rc/D