Auf Antrag von Luis Walcher will die Landesregierung nun ein Paket zur Wasserversorgung der Landwirtschaft schnüren: Es geht um Förderungen, reservierte Quoten bei E-Werken, aber auch Mischbecken zur Speicherung von wertvollem Nass.<BR /><BR /> Landesrat Walcher hat der Landesregierung eine Bilanz des Agrar-Sommers vorgelegt. „Hitze und Dürre haben zu Ernteausfällen beim Heu von 20 bis 30 Prozent geführt. In südlichen Lagen sind es gar 70 Prozent“, so Walcher. Landwirte müssen nun zu überhöhten Preisen Heu ankaufen. „Vor allem aus der Po-Ebene, wo derzeit halb Europa um Heu anklopft“, so Walcher. Für die 8.000 Milch- und Viehbetriebe des Landes belaufe sich der Schaden auf 50 Mio. Euro.<BR /><BR />Auch frühe Apfelsorten wie Gala haben unter der Hitze stark gelitten. Die Menge an Tafelobst ist deutlich niedriger als in anderen Jahren. „Jene, die an die Industrie geht, ist höher, und das schlägt sich negativ bei Auszahlungen zu Buche“, so Walcher.<BR /><BR />Walcher verweist auf den Landesplan für ein zukunftsfähiges Wassermanagement, an dem man arbeite. Darüber hinaus hat sich die Landesregierung am Freitag auf seinen Antrag hin aber auch verpflichtet, ein Paket zur Sicherung der Wasserversorgung für die Landwirtschaft zu schnüren. „Ohne Scheuklappen, mit mehreren Landesräten wie Brunner und Messner mit am Tisch“, meint Walcher.<BR /><BR />Zu reden sei über Förderungen für die Umstellung auf Tropfberegnung. „Vor allem, wenn sie sensorenbasiert ist“, so Walcher. Auch eine gesetzliche Vorgabe, Neuanlagen mit Tropf auszustatten, schließt er nicht mehr aus. Zu reden sei bei Neuausschreibungen, wie sie jetzt anstehen, über verbindliche Mengen für die Landwirtschaft am Wasser aus Stauseen. <BR /><BR />„Und wir werden über Speicherbecken nicht herumkommen“, so der Landesrat. Um die Kosten zu stemmen, sollten diese multifunktional sein. Denkbar seien viele Kombinationen: Bewässerung und Stromerzeugung ebenso wie Nutzung von Wasser aus Speicherbecken für den Zivilschutz bei Waldbränden. Auch für die Trinkwasserversorgung könnten Speicherbecken genutzt werden, wie das Beispiel Ritten zeige. Speicher für die Schnee-Erzeugung könnten für Bewässerung und zur Stromproduktion genutzt werden, wie etwa im Skigebiet Watles.