Noch herrscht keine akute Wasserknappheit, aber eine größere Niederschlagsmenge ist dringend notwendig. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1306461_image" /></div> <BR /><BR />So sind im März bei der Wetterstation in Bozen nur etwa halb so viele Niederschläge gefallen wie im langjährigen Mittel (siehe Grafik). Im Februar und Jänner lagen die Niederschlagsmengen zwar leicht darüber, der Dezember war jedoch extrem trocken, und auch November und Oktober lagen weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Das wirkt sich auch auf den Abfluss der Etsch aus: Der April-Mittelwert des Abflusses in Branzoll liegt mit 78 Kubikmetern pro Sekunde um etwa 19 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, teilt Dinale mit.<BR />Dagegen bewegen sich die Grundwasserstände und die Wasserstände der großen Stauanlagen wie Vernagt-Stausee und Reschensee im Normalbereich. <BR /> „Sorgen bereiten aber die Niederschlagssummen: Seit November 2025 hat es landesweit 30 bis 50 Prozent weniger geregnet und geschneit“, berichtet Dinale. Und dementsprechend seien auch die Schneerücklagen deutlich unterdurchschnittlich für die Jahreszeit. „Die Schneerücklagen sind in der Größenordnung der beiden Trockenjahre 2022 und 2023“, sagt der Direktor des Amtes für Hydrologie und Stauanlagen. Das bedeutet: „In den nächsten Monaten können wir nicht so sehr von der Schneeschmelze profitieren, sondern sind auf Niederschläge angewiesen“, meint Dinale. <BR />2022 musste wegen der Trockenheit in Südtirol der Wassernotstand ausgerufen werden – es wurde verboten, Grünflächen zwischen 9 und 20 Uhr zu bewässern. Südtirol musste Wasser sparen, um Gemeinden in Venetien Wasser zum Trinken und zur Felder-Bewässerung zu garantieren, das diese aus dem Umfeld der Etsch gewinnen. In Venetien wurden heuer bereits erste Wassersparmaßnahmen angeordnet. <BR />Damit sich die Lage in Südtirol nachhaltig entspannt, braucht es in den nächsten Monaten immer wieder Niederschläge, erklärt der Amtsdirektor. „Geht es hingegen mit unterdurchschnittlichen Niederschlagswerten weiter, dann wird sich die Lage zuspitzen.“<BR />Für heute und morgen werden zwar einige Niederschläge erwartet – unterschiedlich übers Land verteilt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1306464_image" /></div> <BR /><BR />Ein klassisches Italien-Tief ist es aber nicht, sagt Landesmeteorologe Dieter Peterlin. „Stellenweise können 30 Millimeter Regen fallen – mancherorts aber auch wenig bis gar nichts. Das wird die Trockenheit zwar etwas lindern, eine signifikante Verbesserung wird es aber nicht.“ Ein größeres Tief sei danach nicht in Sicht. Die Temperaturen werden heute und morgen zurückgehen – und somit wieder normal für Ende April, prophezeit Peterlin. Danach werde es wieder wärmer.