Mittwoch, 11. Mai 2016

Trotz Aufenthaltsverbot zockt er in Meran: Albaner (23) verhaftet

In einer Bar in Meran hat ein Carabiniere in Zivil einen Mann aus Albanien wiedererkannt, der im Februar 2015 aus Südtirol ausgewiesen worden war und jahrelang nicht zurückkehren hätte dürfen. Trotz Fluchtversuch konnte der Mann dingfest gemacht und ins Bozner Gefängnis überstellt werden.

Die Carabinieri haben in Meran einen Mann verhaftet, der sich widerrechtlich in Südtirol aufhielt.
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Die Carabinieri haben in Meran einen Mann verhaftet, der sich widerrechtlich in Südtirol aufhielt.

Es war kurz nach Mitternacht, als ein in Schlanders stationierter Carabiniere in einer Bar in Merans Innenstadt einkehrte und dort plötzlich bei einem Spielautomat inmitten einer Gruppe von Jugendlichen einen "alten Bekannten" wiedererkannte.

Dieser junge Mann, ein 23-jähriger vorbestrafter Albaner, war im Februar 2015 auf Anweisung des Quästors des Landes verwiesen worden und vom Flughafen in Verona aus in seine Heimat zurückgeschickt worden.

Angesichts der Situation und der Gefährlichkeit des Wiedererkannten hat der Ordnungshüter sofort in der Meraner Carabinieri-Zentrale telefonisch Bescheid gegeben, die umgehend eine Streife losschickte.

Allerdings blieb dieser Anruf nicht unbeobachtet und ein Freund des Albaners schlug Alarm. Der 23-Jährige versuchte daraufhin der Festnahme zu entkommen und floh über die Hintertür der Bar.

Der Carabiniere in Zivil setzte dem Flüchtenden aber nach und konnte ihn schon nach wenigen Hunderten Metern dingfest machen.

Die kurz danach eingetroffenen Streifenbeamten verhafteten den Mann, weil er die Auflagen verletzt hatte, die bei seiner Ausweisung verordnet worden waren. Er hätte das italienische Staatsgebiet vor 2020 nicht wieder betreten dürfen.

Der Mann wurde in das Bozner Gefängnis überstellt.

stol/ds 

stol