Mittwoch, 14. Oktober 2020

Trotz Corona zurück in die Heimat: Mehrere Erntehelfer angezeigt

Nicht weniger als 25 Quarantänebrecher haben die Carabinieri in den vergangenen Tagen in allen Ecken des Landes angezeigt. Bei den meisten handelte es sich um Erntehelfer, die in ihr Heimatland zurückkehren wollten.

Unter anderem im Vinschgau wurden Kontrollen der Carabinieri durchgeführt.
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Unter anderem im Vinschgau wurden Kontrollen der Carabinieri durchgeführt. - Foto: © Carabinieri
Die Quarantänebrecher wurden im Vinschgau, Pustertal sowie im Unterland erwischt. Ihnen droht laut Gesetz eine Haftstrafe von 3 bis 18 Monaten sowie eine Geldstrafe von 500 bis 5000 Euro.

Vinschgau

16 der 25 Quarantänebrecher wurden im Vinschgau dingfest gemacht, davon 13 Rumänen, 2 Bulgaren und ein Moldawier, allesamt Erntehelfer.

Sie alle waren mindestens einmal, manche auch 2 Mal, positiv auf das Virus getestet worden und standen deshalb eigentlich unter Quarantäne.

Wie ihre ehemaligen Arbeitgeber bestätigten, hatten sie dennoch – ohne die Behörden zu verständigen – die Heimreise angetreten und somit ihre Mitreisenden in Auto, Zug oder Bus einer möglichen Ansteckung ausgesetzt.

Unterland

Auch im Unterland wurden 7 Quarantänebrecher ausfindig gemacht, genauer gesagt in Aldein und in Neumarkt. 6 davon waren wiederum Erntehelfer aus Rumänien, die positiv auf das Virus getestet worden und plötzlich in Richtung Heimat abgereist waren.

Bei dem 7. Angezeigten handelt es sich um einen 81-jährigen Mann aus Neumarkt, der die Quarantäne verlassen hatte, um einen Spaziergang zu machen.

Pustertal

In Sexten wurde ein 72-jähriger Mann angezeigt, der trotz verordneter Quarantäne im Auto zwischen Sexten und Innichen erwischt wurde.

Der letzte geschnappte Quarantänebrecher war ein 34-jähriger Mann aus Rumänien, der ebenfalls im Vinschgau als Erntehelfer gearbeitet hatte. Er wurde von den Carabinieri im Pustertal bei der Kontrolle eines Lieferwagens auf dem Weg nach Rumänien entdeckt, in dem sich 7 weitere Personen befanden.

Der Mann hätte sich jedoch eigentlich in Schluderns in Quarantäne befinden sollen.

„Sicher würde niemand mit den 7 Mitfahrern tauschen wollen, denn selbst wenn die Passagiere auf der ganzen Fahrt vom Vinschgau nach Rumänien die Maske ordnungsgemäß getragen hätten, kann eine Ansteckung auf so engem, geschlossenem Raum nicht ausgeschlossen werden“, schreiben die Carabinieri.

liz