„Es handelte sich dabei um die älteste, noch im Urzustand bestehende Eisenbahn-Remise innerhalb der Europaregion Tirol“, so Wittfrida Mitterer vom Kuratoriums für technische Kulturgüter. <BR /><BR />Die städtebauliche Umstrukturierung (PSU) im Bereich des alten Bahnhofsgeländes nimmt nun konkrete Formen an. Mit dem Abriss der Gebäude der ehemaligen Ersten Kellerei wurde bereits der erste sichtbare Schritt gesetzt, dem nun weitere folgen: Gestern wurde mit dem Abriss der Remise der ehemaligen Überetscher Bahn begonnen. <BR /><BR />Die Remise war im Rahmen des Baus der Überetscher Bahn als Wagenhalle samt der Werkstätte für die Fahrzeuge errichtet worden und war als Originalbau aus dem Jahre 1898 noch erhalten geblieben, lediglich eine neue Dachdeckung erfolgte vor Jahren. Im Inneren waren noch die Originalgleise der Lokalbahn erhalten geblieben. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1330752_image" /></div> <BR /><BR />„Abgesehen von der Wiederverwertung dieser Halle als Supermarkt und Markthalle, Sportstätte, oder Refunktionalisierung als Teil eines Parkhauses oder gar beim möglichen Wiederaufbau einer ,Überetscher Bahn Neu‘ als Abstellhalle, hätte die Remise als ein eisenbahntechnisches Industriedenkmal der Gründerzeit erhalten bleiben sollen. Es handelte sich dabei um die älteste, noch im Urzustand bestehende Eisenbahn-Remise innerhalb der Europaregion Tirol. Alle anderen Wagenhallen, sowohl der Haupt- als auch der Nebenbahnen, wurden entweder in späterer Zeit um- oder neu gebaut oder abgerissen“, sagt Wittfrida Mitterer vom Kuratoriums für technische Kulturgüter, die für eine Unterschutzstellung eingetreten war. Laut Landeskonservatorin Karin Dalla Torre hätte ihr Amt das kulturelle Interesse am Objekt zwar festgestellt, die Landesregierung hätte sich jedoch gegen die Denkmalschutzbindung ausgesprochen, so Dalla Torre, die den Abriss der Remise bedauert.