Dienstag, 22. März 2016

Trotz Flucht durch den Eisack: Gesuchter Verbrecher wird gefasst

Er wähnte den Eisack seine letzte Rettung und sprang im Zuge seiner Flucht am Sonntagabend hinein. Obwohl die darauf gestartete, großangelegte Suchaktion der Feuerwehren erfolglos blieb, der gesuchte 46-Jährige aus Brixen konnte nach zwei Tagen dennoch geschnappt werden.

Die Carabinieri auf der Suche.
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Die Carabinieri auf der Suche.

Es war eine chaotische Situation am Sonntagabend - zumindest was die Nachrichtenlage für die alarmierten Feuerwehren betrifft (STOL hat berichtet). Fakt ist: Am Sonntagabend gegen 19 Uhr wurden die Carabinieri in der Brixner Fraktion Milland auf einen Mann aufmerksam. Als sie ihn nach seinen Dokumenten fragten, trat der 46-Jährige allerdings die Flucht an.

Flieht wegen Haftbefehl von 2012 in den Eisack

Und das aus einem bestimmten Grund, denn auf F.M. lautete ein Haftbefehl, der 2012 aufgrund mehrerer Vergehen ausgestellt worden war. In der Folge nahmen die Carabinieri die Verfolgung auf - bis der Flüchtende nach einem guten Kilometer keinen Ausweg mehr sah, als sich in den Eisack zu stürzen, um zu entkommen. 

Hier traten dann die Feuerwehren auf den Plan, die über die Notrufzentrale verständigt wurden. Bei einer Alarmierung "Person im Wasser" wird die Rettungskette gestartet und ein Großeinsatz aller Wehren zwischen Brixen und Klausen ausgelöst. Koordiniert von der FFW Milland wurden Boote zu Wasser gelassen, obgleich bis zu dem Zeitpunkt nicht genau klar war, nach wem - und schon gar nicht warum - man Ausschau hielt. 

Mann klettert selber aus den Fluten und setzt Flucht fort

Erst später stellte sich heraus, dass der Flüchtende sich den Eisack entlang weiter nach Süden hat treiben lassen und dort den Fluten entstiegen war. Ein Augenzeuge hatte ihn in der Brixner Industriezone ausgemacht. Damit konnte der Großeinsatz der Wehren abgebrochen werden. 

Der Fluchtweg wird von den Carabinieri abgesucht. - Foto. Carabinieri

Entlang des weiteren Fluchtweges stellten die Carabinieri einen Rucksack sicher, der unter anderem zwei tragbare PCs, Einbruchswerkzeug und Kleidungstücke enthielt. Im Zuge weiterer Ermittlungen stießen die Ordnungshüter dann auf einen Heizraum, indem der Gesuchte wohl nach einer ersten, erfolgreichen, aber nassen Flucht genächtigt hatte. 

Schlussendlich wurde die Schlinge immer enger, die die Carabinieri zogen, sodass der Mann am Dienstagmorgen entlang eines Radweges ausgemacht werden konnte. Er setzte sich zwar heftig zur Wehr, wurde von den Carabinieri aber schließlich verhaftet und ins Gefängnis gebracht. 

Auf F.M. warten 2 Jahre, 5 Monate und 4 Tage Haft wegen Vermögensverbrechen. 

stol/ker

stol