Das Projekt in Meran ist vorerst bis 15. Oktober angelegt. Unter bestimmten Voraussetzungen könnte es aber verlängert werden. <BR /><BR />In den Containern auf dem Gelände zwischen 4.-November-Straße und Bahngleisen sollen 25 arbeitende Obdachlose für die nächsten 4 Monate eine Bleibe finden. Die Einrichtung, die im vergangenen Winter als Kälte-Not-Zentrum fungierte, wird von den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt im Auftrag der Gemeinde Meran geführt. <BR /><BR />„Voraussetzung für ein Bett ist, dass man volljährig ist, eine gültige Aufenthaltsgenehmigung und einen Arbeitsvertrag vorweisen kann“, sagt Florian Prinoth, Leiter der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft. Falls mehr Anfragen als Plätze sind, würden ältere Menschen oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen bevorzugt werden, erklärte Prinoth. <h3> 5 Euro pro Tag</h3>Pro Tag kostet ein Bett 5 Euro. In jedem Container finden 2 Menschen Platz. Zudem gibt es Sanitäranlagen, eine Waschküche und einen Gemeinschaftsraum. Im Gegensatz zum Kälte-Not-Zentrum ist die Einrichtung 24 Stunden 7 Tage geöffnet. „Es wird auch in den Nachtstunden ein Sicherheitsdienst präsent sein“, sagte Alice Bertoli, Direktorin der Sozialdienste der Stadtgemeinde Meran. <BR /><BR />Auch ein Pädagoge wird Kontakt mit den dortigen Bewohnern pflegen. Die Kosten für den Betrieb und die Wartung werden von der Gemeindeverwaltung getragen. Geschätzt werden die Kosten auf rund 65.000 Euro. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="915280_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Die Zahl derer, die in Meran und Umgebung trotz Arbeit sich keine Wohnung oder Unterkunft leisten können, nimmt leider zu“, sagt Sozialstadtrat Stefan Frötscher. Umso wichtiger sei es auch diesen Menschen unter die Arme zu greifen, betont Frötscher. Die ersten Anmeldungen sollen auch bereits bei der Gemeinde eingegangen sein. <BR /><BR />Das Projekt läuft bis 15. Oktober. Doch es besteht auch die Möglichkeit, dass die Einrichtung auch längerfristig für arbeitende Obdachlose zur Verfügung steht. Dies hänge davon ab, ob ein anderer Standort für das Kälte-Not-Zentrum gefunden werden kann, erklärte Prinoth. <BR /><BR />Die Container wurden 2020 von Land Südtirol im Zuge der Corona-Pandemie installiert und vom Roten Kreuz genutzt. Vergangenen Herbst sind die Container von der Landesverwaltung der Gemeinde übergeben worden. Bis Ende April wurden die Container als Kälte-Not-Zentrum genutzt. <BR />