Dafür gibt es mehrere Gründe. <BR /><BR />Sozialstadtrat <b>Juri Andriollo</b> (im Bild unten) kennt die Problematik der Altersheime in Bozen zur Genüge. „Es stimmt, dass derzeit einige Dutzend Betten nicht belegt werden können, weil das Fachpersonal fehlt. Das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und Heimbewohnern muss gewährleistet werden, das ist landesweit festgeschrieben.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="950071_image" /></div> <BR /> Wert legt Andriollo darauf, dass stärker versucht werden müsse, die ältere Generation in ihrer ursprünglichen Umgebung wohnen zu lassen, sei es durch entsprechende Dienste vor Ort, Hilfestellungen durch Gemeindedienste, insbesondere aber auch durch Ausbau, Sanierung oder Neuerrichtung von Gebäuden für Senioren. So würde beispielsweise das Altersheim Don Bosco, „mit 160 Betten das größte älteste der Stadt, demnächst renoviert. Von den vielen Zweibettzimmern möchten wir künftig mehrheitlich Einbettzimmer anbieten, um die Lebensqualität zu erhöhen.“ In der Einrichtung seien etwa 15 Betten wegen Personalmangels unbelegt, trotz großer Nachfrage. Andriollo hofft auch, dass im Stadtviertel Haslach das geplante Seniorenheim Rosenbach bald verwirklicht werden kann.<BR /><BR />Luca Critelli (im Bild unten), der Ressortdirektor für Familie, Senioren und Soziales, berichtet, dass sich die Lage allgemein in den vergangenen Monaten ein wenig entspannt habe. Die Bettenbelegung in den Heimen sei leicht angestiegen. Erst kürzlich sei eine Erhebung dazu vom Verband der Seniorenwohnheime vorgenommen worden. Um dem Mangel an Fachpersonal entgegenzutreten, wären, neben den monetären Aspekten, auch andere Anreize vonnöten, wie beispielsweise bessere Wohnmöglichkeiten für Auswärtige.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="950074_image" /></div> <BR /><BR />„In Bozen fehlen etwa 350 Seniorenheimplätze, der Bedarf ist somit sehr hoch. Laut Landessozialplan werden bis 2030 zwischen 600 bis 700 zusätzliche Betten benötigt. Neue öffentliche Einrichtungen wurden in der Landeshauptstadt in den vergangenen Jahren nicht errichtet. Lediglich die Privaten, wie die Waldner- oder Marienklinik und die Stiftung Grieserhof, haben zum Teil die hohe Nachfrage auffangen können.“ Laut Critelli sei es Aufgabe der Gemeinde, für entsprechende Wohnheime zu sorgen, auch zumal diese zu 60 Prozent vom Land finanziert werden. <BR /><BR />Die Direktorin des Betriebs für Sozialdienste Bozen BSB, <b>Liliana Di Fede</b> (im Bild), denkt, dass sich die derzeitige Lage in den Bozner Seniorenwohnheimen im Laufe des kommenden Jahres normalisieren sollte. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="950077_image" /></div> <BR /><BR />„Wir haben bekanntlich keine einfache Situation bezüglich des Fachkräftemangels, die Suche nach geeigneten Pflegekräften ist auch wegen der Mitbewerber schwieriger geworden. Wir versuchen jedoch, mit zielführenden Maßnahmen diese Lücke schließen zu können, beispielsweise mit höherer Flexibilität bei den Mitarbeitern oder durch die Praktikanten, die derzeit eine Ausbildung absolvieren.“ Nicht unterschätzt werden dürfe die Zunahme der Pflegebedürftigkeit in der Stadt die Wartelisten würden demzufolge immer länger. <BR />