Samstag, 07. September 2019

Trotz Probleme bei DNA-Analyse: Kriminelle Drillinge überführt

Trotz Problemen bei der Zuordnung ihrer DNA sind eineiige Drillinge in Großbritannien nach einem vereitelten, illegalen Waffengeschäft verurteilt worden. Auf einer beschlagnahmten Schusswaffe waren DNA-Spuren gefunden worden, die zu jedem der 3 28-jährigen Brüder passten, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.

Alle 3 wurden zu einer Gefängnisstrafe verurteilt (Symbolbild).
Alle 3 wurden zu einer Gefängnisstrafe verurteilt (Symbolbild). - Foto: © shutterstock

Allerdings konnten die Ermittler aufgrund des so gut wie identischen Erbguts der Drillinge zunächst nicht feststellen, zu wem genau die DNA gehörte. Erst durch weitere Ermittlungen stellten Ermittler fest, dass alle 3 in das Geschäft verwickelt waren.

Polizisten hatten im April 2017 im Londoner Norden ein Taxi gestoppt und eine Uzi-Maschinenpistole, eine geladene Pistole sowie einen Schalldämpfer und Munition bei einem Kurier gefunden. Die Waffen waren den Angaben zufolge für einen als extrem gefährlich eingestuften 32-Jährigen gedacht. Staatsanwalt Kerry Broome bezeichnete die Uzi-Maschinenpistole als „außerordentlich gefährliche Feuerwaffe“, die maximalen, willkürlichen Schaden anrichten könne.

Versuchten durch identische DNA Folgen zu umgehen

2 der 3 28-Jährigen wurden am Freitag zu jeweils 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Der dritte Drilling musste sich zudem wegen eines Drogendelikts verantworten und hat nun 18 Jahre abzusitzen.
„Das Trio versuchte, seine identische DNA und die Ähnlichkeit zu nutzen, um die Folgen seines Handelns zu umgehen“, sagte Driss Hayoukane, derzeitige Chefermittlerin von Scotland Yard: „Mit ihrem Handeln haben diese Männer vielversprechende Karrieren und ihre Zukunft weggeworfen“.

2 der 3 waren halbprofessionelle Fußballspieler. Die Drillinge waren die letzten von 8 Männern, die wegen des vereitelten Waffengeschäfts angeklagt waren. Unklar blieb, wofür die Waffen eingesetzt werden sollten.

dpa

stol