Montag, 14. Dezember 2020

Trump dementiert Vorzugsbehandlung bei Corona-Schutzimpfung

US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten über eine bevorzugte Behandlung für ihn persönlich bei der Schutzimpfung gegen das Coronavirus widersprochen.

Trump bei Rede zu Corona-Impfstoff.
Trump bei Rede zu Corona-Impfstoff. - Foto: © AFP (Archiv) / SAUL LOEB
Er stehe nicht auf dem Plan für eine Impfung, sehe dem aber zu einer „passenden Zeit“ entgegen, erklärte Trump am späten Sonntagabend (Ortszeit) im Internet. Zuvor hatte die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtet, Trump und andere Angehörige des Weißen Hauses sollten die Schutzimpfung schon ab Montag erhalten.

„Die Angestellten im Weißen Haus sollten die Impfung etwas später in dem Programm erhalten, außer es ist unbedingt nötig“, twitterte Trump weiter. Er habe diese Änderung angeordnet. Trump selbst war bereits Anfang Oktober an Covid-19 erkrankt.

In den USA soll am Montag die landesweite Impfung mit dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer beginnen. Die Arzneimittelbehörde hatte Ende vergangener Woche die Notfallzulassung für das Mittel erteilt. Als erstes sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden.

Die US-Regierung hat sich vertraglich die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech gesichert. Der US-Pharmakonzern Moderna teilte am Freitag mit, die US-Regierung kaufe weitere 100 Millionen Dosen seines Impfstoff-Kandidaten. Der Moderna-Impfstoff muss von der Arzneimittelbehörde noch zugelassen werden, eine Entscheidung darüber wird Ende der Woche erwartet.

apa