<b>Von Christoph Höllrigl</b><BR /><BR />Ein Freund von Fakten war US-Präsident Donald Trump noch nie. So dürften ihn die aktuellen US-Ein<?TrVer> reisestatistiken auch wenig beeindrucken. Ganz im Gegensatz zur Tourismusindustrie. Diese muss mit Milliardeneinbußen rechnen. Während 2024 insgesamt 72,4 Millionen Ankünfte internationaler Reisender verzeichnet wurden, rechnet die „U.S. Travel Association“ für 2025 mit einem Rückgang auf 68 Millionen.<BR /><BR />Vor allem Besucher aus Kanada und Europa haben immer weniger Lust auf die USA. Bis Ende Oktober betrug der Rückgang z.B. aus Norwegen -25,4 Prozent, aus Dänemark -21 Prozent und aus der Schweiz -19,6 Prozent. Dabei ist oft vom „Trump-Effekt“ die Rede, also der Skepsis gegenüber den USA aufgrund ihres Präsidenten, seiner Art der Politik und der immer schärferen Einreisebestimmungen. <BR /><BR />Ob sich das Blatt im bevorstehenden Jahr 2026 wendet, ist trotz der Großveranstaltung Fußball-WM und den 250-Jahre-Feierlichkeiten der Unabhängigkeitserklärung (1776) fraglich. Denn letzthin war die Rede von noch höheren Hürden bei der Einreise internationaler Besucher.<h3> Südtirol: Rückgänge bei USA- Buchungen? Nicht wirklich</h3>Die Südtiroler folgen, was das aktuelle Jahr angeht, aber offenbar nicht dem europäischen Trend, wenn es um USA-Reisen geht. Das berichtet zumindest Fulvia Bordato vom Reisebüro „Alpina Tourdolomit“ in Bozen: „Bei uns gibt es heuer nicht weniger Buchungen für die USA als 2024. Es gibt aber schon vereinzelt Südtiroler, die sagen, sie wollen nicht in die USA bzw. lieber nach Kanada. Das sind aber einzelne.“ Die meisten wüssten auch, was sie in puncto Einreisebestimmungen erwarte (Stichwort: ESTA) bzw. dass die Kontrollen entsprechend scharf seien, so Bordato.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1254189_image" /></div> <BR /><BR />Ein ähnliches Bild zeichnet Jasmine Pichler vom Reisebüro und Busunternehmen „Martin Reisen“ in Lana. Ein Einbruch der USA-Buchungen im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 sei nicht festzustellen, „es gab aber <?Uni SchriftWeite="93ru"> generell in den vergangenen Jahren<?_Uni> etwas weniger USA-Buchungen“, so Pichler. Das deckt sich mit offi<?Uni SchriftWeite="97ru"> ziellen US-Statistiken. Das Touristenaufkommen befand sich demnach letzthin unter dem Niveau<?_Uni> von vor Ausbruch der Corona-Pandemie (z.B. 2019: 79 Mio. Ankünfte internationaler Reisender).<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1254198_image" /></div> <BR /><BR />Auch Hans Christian Oberarzbacher vom Reisebüro „Serbus“<BR /> in Sand in Taufers (bestätigt, dass Südtiroler Kunden im Jahr 2025 nicht USA-müder seien als 2024: „Eher sogar im Gegenteil. Auch die Buchungslage für 2026 ist schon sehr gut.“ Jene, die in die USA wollten, schrecke die politische Situation noch nicht ab.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1254201_image" /></div> <h3> Die „problematischen Länder“</h3>DenVorstoßzurKontrolle der Social-Media-Einträge bewerten alle Befragten zurückhaltend. Einerseits sei fraglich, ob das überhaupt in Kraft trete, andererseits wisse man nicht, wie rigide Posts gegebenenfalls auf Trump-kritische oder explizit extremistische Äußerungen hin geprüft und Einreisen abgelehnt würden.<BR /><BR />Unabhängig davon verweisen sowohl Bordato als auch Pichler auf die derzeit schon schwierige Einreise, falls man vorher in „problematischen Ländern“ gewesen sei (z.B. Iran, Irak, Syrien, Afghanistan, Kuba). ESTA-Anträge werden in solchen Fällen erst gar nicht genehmigt. Dann muss ein Visum her. Dazu muss man wiederum nach Mailand oder Rom, obwohl man eigentlich in die USA wollte.