<h3> Trumps Ankündigung zum Iran-Einsatz und Folgen für die Energiepreise</h3>Die USA seien zwar noch nicht bereit, ihren Militäreinsatz im Iran zu beenden, sagte Trump vor Journalisten. Der Abzug werde jedoch „in sehr naher Zukunft“ erfolgen. Nach Kriegsende würden die Spritpreise sinken. Die strategisch wichtige Straße von Hormuz, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssigerdgashandels transportiert werden, ist derzeit blockiert. Dies treibt die Energiepreise und Inflationssorgen.<h3> Kritik an NATO-Partnern und Lob für Golfstaaten</h3>Die Weigerung der Bündnispartner, an der Seite der USA in den Krieg gegen den Iran einzutreten, sei ein „sehr dummer Fehler“, sagte Trump. Die Haltung der Allianz sei „ziemlich schockierend“, sagte Trump am Dienstag im Oval Office in Washington. Es sei nicht gut für die Partnerschaft, wenn Hilfe verweigert werde. Er sei enttäuscht von der NATO. Eine tolle Unterstützung habe es dagegen von Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain gegeben, sagte Trump.<h3> US-Rolle und Kritik an internationalen Partnern</h3>Trump betonte, die USA hätten Milliarden Dollar zur Verteidigung der NATO-Verbündeten ausgegeben. Allerdings seien die USA nicht auf Hilfe angewiesen, um die Straße von Hormuz für die Schifffahrt offenzuhalten. Die USA benötigten ihre Hilfe nicht, da sie die iranische Marine, Luftwaffe und Führungsebene bereits ausgeschaltet hätten. Dies gelte auch für Verbündete wie Japan, Australien und Südkorea. Kritik äußerte Trump auch an Großbritannien. Vor dem britischen Premierminister Keir Starmer seien die Beziehungen zu London besser gewesen.<h3> Druck auf NATO und ablehnende Reaktionen Europas</h3>Am Sonntag hatte Trump die NATO-Partner noch gedrängt, die USA bei der Öffnung der Meerenge von Hormuz für Öltanker zu unterstützen. Ausbleibende Hilfe wäre „sehr schlecht“ für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, drohte der Präsident. Sowohl Deutschland als auch andere NATO-Länder reagierten jedoch ablehnend auf Trumps Forderung.<h3> Frankreich setzt auf Zurückhaltung und Diplomatie</h3>„Frankreich wird im aktuellen Kontext niemals an einer Operation zur Öffnung oder Befreiung der Straße von Hormuz teilnehmen“, bekräftigte der französische Staatschef Emmanuel Macron am Dienstag in Paris. Frankreich bemüht sich zwar um ein Geleit von Schiffen durch die für den Handel wichtige Meeresenge. Macron betonte aber erneut, dass dies erst geschehen könne, wenn die Bombardierungen weitestgehend vorbei seien und die Situation sich beruhigt habe.<h3> Griechenland gegen bilaterale Lösungen</h3>Griechenland lehnt ein bilaterales Abkommen mit dem Iran zur freien Fahrt durch die Straße von Hormuz ab. „Wir halten es nicht für optimal, separate Vereinbarungen zu treffen“, sagte Außenminister George Gerapetritis bei einem Treffen mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul. Nötig sei vielmehr eine dauerhafte Friedenslösung unter dem Schirm internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen. Die griechische Handelsflotte gehört zu den größten der Welt.<h3> EU setzt auf diplomatische Lösungen</h3>Die Europäische Union setzt nach den Worten ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas im Konflikt um die Straße von Hormuz auf Diplomatie. Es müssten diplomatische Wege gefunden werden, um die Seestraße offen zu halten, sagte Kallas der Nachrichtenagentur Reuters. „Niemand ist bereit, seine Leute in der Straße von Hormuz in Gefahr zu bringen.“<h3> Estland offen für mögliche militärische Beteiligung</h3>Estland dagegen schloss eine militärische Beteiligung zum Schutz von Schiffen in der umkämpften Straße von Hormuz nicht kategorisch aus. Das NATO-Land sei bereit, über einen möglichen Beitrag zur US-Mission zu sprechen, sollte Washington offiziell darum bitten, sagte Außenminister Margus Tsahkna einem Rundfunkbericht zufolge.