<h3> Erinnerung an Katastrophe vom 11. März 2011</h3>Das Beben der Stärke 7,5 und die mögliche Tsunami-Gefahr führten dazu, dass Nachrichtensprecher im japanischen Fernsehen die Bevölkerung aufforderten, sich in höher gelegene Gebiete fern von Flüssen und Küsten zu begeben. Sie erinnerten dabei an die Katastrophe vom 11. März 2011 („3/11“).<BR /><BR />Die Warnungen waren eine deutliche Erinnerung an das Große Ostjapanische Erdbeben und den Tsunami von 2011, bei dem fast 20.000 Menschen starben und etwa 125.000 Menschen evakuiert werden mussten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1303557_image" /></div> <h3> „Tsunami! Evakuieren!“ war in englischer Sprache auf NHK zu sehen. „Nicht umkehren.“</h3>Das Erdbeben ereignete sich laut der japanischen Meteorologischen Agentur (JMA) um 16:53 Uhr (Ortszeit) in einer Tiefe von 10 Kilometern, etwa 100 km vor der Küste der Präfektur Iwate.<BR /><BR />In Teilen der Präfekturen Aomori, Iwate und Miyagi wurde eine Stärke von 5 auf der japanischen Erdbebenskala (bis 7) gemessen. In Tokio und Umgebung schwankten Gebäude mehrere Minuten lang, dort wurde Stärke 3 registriert.<BR /><BR />Im Hafen von Kuji in Iwate wurde ein Tsunami von 80 Zentimetern beobachtet, im Hafen von Miyako 40 Zentimetern. Weitere Wellen wurden erwartet. Auch entlang großer Teile der Küste wurden Wellen prognostiziert.<BR /><BR />Live-Aufnahmen aus dem Hafen von Kuji zeigten Schiffe, die durch erste kleinere Tsunamiwellen ins Schwanken gerieten.<h3> Tausende Menschen entlang der Küsten evakuiert </h3>Im Hafen von Hachinohe (Aomori) wurde ein 30 Zentimeter hoher Tsunami gemessen, in der Stadt Erimo (Hokkaido) 20 Zentimeter. Fast 200.000 Menschen werden evakuiert. <BR /><BR />Die JMA warnte auf einer Pressekonferenz um 18 Uhr zudem vor möglichen weiteren starken Erdbeben in den kommenden Tagen, insbesondere in den nächsten zwei bis drei Tagen, da die Region in der Vergangenheit wiederholt von seismischer Aktivität betroffen war.<BR /><BR />Premierministerin Sanae Takaichi rief die Bevölkerung zur Evakuierung in sichere, höher gelegene Gebiete auf.<BR /><BR />„Derzeit prüfen wir noch das Ausmaß der Schäden und die Auswirkungen auf die Bevölkerung, aber wir werden bald detaillierte Berichte erhalten und die Katastrophenmaßnahmen einleiten“, sagte Takaichi sichtbar angespannt.<BR /><BR />Ein Hubschrauber der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte (SH-60K) flog über die Sanriku-Küste, um Informationen zu sammeln und Schäden zu bewerten.<BR /><BR />Der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug zwischen Tokio und Shin-Aomori wurde ebenso wie die Akita-Linie vorübergehend eingestellt.<BR /><BR />An den beschädigten Kernkraftwerken Fukushima Daiichi und Daini sowie dem Kraftwerk Onagawa wurden laut Betreiber keine Auffälligkeiten festgestellt.<BR /><BR />Die JMA meldete zudem sogenannte „langperiodische Bodenbewegungen“ der Stufe 3 in der Präfektur Akita. Diese Erschütterungen erschweren das Stehen, lassen Möbel stark wackeln und können ungesicherte Gegenstände umwerfen.<BR /><BR />Mehrere lokale Behörden in Iwate, Aomori, Fukushima, Akita, Miyagi sowie in Hokkaido ordneten Evakuierungen an.