Predrag Jankovic sagte vor Staatsanwaltschaft und Zivilparteien aus. Er hatte die Brandkatastrophe in der Nacht auf den 1. Jänner überlebt. Wie mehr als 100 andere Personen wurde auch er verletzt – sein Partner im Sicherheitsdienst an jenem Abend gehört hingegen zu den insgesamt 41 Todesopfern, die der Brand forderte.<BR /><BR />Mehreren Berichten von Medien aus der Schweiz und aus Italien zufolge erklärte Jankovic nun bei der Anhörung vor der Schweizer Justiz, es habe die Anweisung gegeben, zwei Hintertüren geschlossen zu halten und den Zutritt nur über den Haupteingang zu gewähren. Der Sinn dahinter sei gewesen, zu verhindern, dass Personen kostenlos ins Lokal gelangen konnten.<BR /><BR />Er schilderte zudem, dass er am Eingang im Obergeschoss stand und unter anderem Ausweise kontrollierte. Bei größeren Gruppen mit Reservierung sei bewusst weniger streng kontrolliert worden – wie berichtet, hielten sich mehrere Minderjährige zum Zeitpunkt der Katastrophe im Lokal auf.<BR /><BR />Nachdem das Feuer ausgebrochen war, hätten Gäste versucht, eine der Hintertüren zu öffnen – vergebens, erzählte er. Eine weitere Tür im Erdgeschoss soll in jener Nacht versperrt worden sein. Berichten zufolge wird sie in der Dokumentation des Lokals als Notausgang geführt.<h3> Spannungen zwischen Italien und der Schweiz </h3>Nach den Aussagen des Türstehers stand ein Treffen zwischen der Staatsanwaltschaft in Rom und jener in Sitten an. Hintergrund ist, dass unter den Opfern zahlreiche italienische Staatsangehörige waren – entsprechend eng stimmen sich die Behörden beider Länder inzwischen ab.<BR /><BR />Wie berichtet, ermittelt die Walliser Staatsanwaltschaft seit der Brandnacht gegen die Betreiber des „Le Constellation“, Jacques und Jessica Moretti, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Moretti wurde kurz nach der Katastrophe festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Einige Wochen später wurde er gegen Kaution freigelassen.<BR /><BR /><BR />Zwischen Rom und der Schweiz kam es zeitweise zu Spannungen über Tempo und Informationsfluss der Ermittlungen. Diese Differenzen will man nun auflösen. Beide Seiten betonen inzwischen die Zusammenarbeit – im Mittelpunkt steht die umfassende Aufklärung der Brandkatastrophe.