Freitag, 03. April 2015

Tuning-Fans kommen trotz Verbot zum „Car-Freitag“

Auto-Tuning-Fans treffen sich an Karfreitag immer wieder in Limburg zum sogenannten Car-Freitag. Diesmal kamen trotz des Verbots rund 400 Menschen mit 250 aufgemotzten Fahrzeugen.

Polizisten kontrollieren in Limburg an der Lahn (Hessen) ein getuntes Auto. Obwohl der Veranstalter den "Carfreitag" 2015 offiziell abgesagt hatte, kamen hunderte Zuschauer und Fans der Tuning-Szene aus ganz Deutschland zu dem Treffen in einem Gewerbegebiet.
Polizisten kontrollieren in Limburg an der Lahn (Hessen) ein getuntes Auto. Obwohl der Veranstalter den "Carfreitag" 2015 offiziell abgesagt hatte, kamen hunderte Zuschauer und Fans der Tuning-Szene aus ganz Deutschland zu dem Treffen in einem Gewerbegebiet. - Foto: © APA/DPA

In der Tuning-Szene wird der kirchliche Feiertag vor Ostern als „Car-Freitag“ begangen. Nach dem hessischen Feiertagsgesetz sind aber am Karfreitag Veranstaltungen unter freiem Himmel verboten. Die Stadt Limburg hatte den Fahrern im Vorfeld mit einem Bußgeld in dreistelliger Höhe gedroht.

In der Vergangenheit hatte die Polizei das Treffen toleriert – auch wenn der „Car-Freitag“ nie genehmigt war. Rund 2500 frisierte Autos hatten 2014 allerdings den Verkehr im Umkreis zum Erliegen gebracht. Deshalb hatte die Polizei den Organisator in diesem Jahr aufgefordert, sein Werben für die Veranstaltung einzustellen. Dieser habe den „Car-Freitag“ schließlich offiziell abgesagt, hieß es.

Auch 200 Euro Geldstrafe schreckt nicht ab

Mehrere hundert Tuning-Fans haben sich heuer trotz Verbot zu einem „Car-Freitag“ im hessischen Limburg getroffen. Bis zu 400 Freunde frisierter Autos und 250 aufgemotzte Wagen zählte die Polizei am Karfreitag auf dem Parkplatz am ICE-Bahnhof. Sie wurden von den Beamten wieder weggeschickt.

 

Obwohl der Veranstalter den "Carfreitag" 2015 offiziell abgesagt hatte, kamen hunderte Zuschauer und Fans der Tuning-Szene aus ganz Deutschland zu dem Treffen in einem Gewerbegebiet. Foto: dpa 

Viele fuhren dann aber wohl nach Fulda weiter. Etwa 300 bis 400 Autos trafen dort am Nachmittag überraschend ein, wie ein Polizeisprecher am Abend mitteilte. Auf einem Parkplatz an einem Einkaufszentrum hätten sie ausreichend Platz gefunden. Zu Unfällen oder größeren Staus kam es aber nicht.

In Limburg widersetzten sich fast 50 Fahrer den Aufforderungen der Polizei, wegzufahren. Gegen sie wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen das Feiertagsgesetz eingeleitet. Damit drohen ihnen Bußgelder in Höhe von 200 Euro.

Auf der nahen Autobahn 3 (Köln-Frankfurt) und der Bundesstraße 49 stellte die Polizei etwa 500 Verstöße fest – wegen zu schnellen Fahrens oder zu geringen Abstands zum Vordermann. An mehreren Autos gab es vor allem bei Felgen und Reifen Beanstandungen.

dpa

stol