Mittwoch, 15. März 2017

Turin: Bei spiritistischen Sitzungen vergewaltigt

3 Personen sind in Turin wegen des Vorwurfs festgenommen worden, ein 17-jähriges Mädchen bei spiritistischen Sitzungen narkotisiert und mehrfach vergewaltigt zu haben.

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Hinter Gittern landete ein 69-jähriger „Magier“, Paolo Meraglia, der die spiritistischen Sitzungen leitete, sein „Assistent“, der Pensionist Biagino Viotti (74), und der 22-jährige Exfreund des Opfers. Der selbsternannte Spiritist behauptete, mit okkulten Kräften sexuelle „Reinigungsrituale“ durchführen zu können.

Das Mädchen wurde unter dem Einfluss von Drogen vergewaltigt. Mit seinen Ritualen treibe er ihr das Böse aus dem Körper aus, hatte der aus dem apulischen Gioia del Colle stammende „Meister“ behauptet.

Monatelang vergewaltigt

Die Ermittlungen wurden aufgrund der Anzeige eines Antigewaltzentrums für Frauen in Turin aufgenommen, an das sich das Mädchen auf der Suche nach Hilfe gewendet hatte. Die Polizei beschlagnahmte Videoaufnahmen der Vergewaltigungen.

Die spiritistischen Sitzungen fanden in einer Turiner Mansarde im Besitz Viottis statt. Meraglia, ein ehemaliger Lehrer, soll eine hierarchisch aufgebaute Struktur errichtet haben, die die „Reinigungsrituale“ durchführte. Monatelang soll die Schülerin vergewaltigt worden sein.

Zu den Komplizen Meraglias zählten auch die Mutter des Exfreundes und weitere Personen, gegen die ermittelt wird. Die Polizei prüft jetzt, ob auch andere junge Frauen in Meraglias Fallen geraten sind.

Den Festgenommenen wird sexuelle Gewalt vorgeworfen mit dem erschwerenden Umstand, dass das Opfer minderjährig war und zur Drogeneinnahme gezwungen wurde. Turin gilt als Italiens Hauptstadt des Okkultismus.

mit

stol