Typ-2-Diabetes gilt als „Wohlstandskrankheit“. Ein Ernährungsexperte auf dem Gebiet der Therapie und Prävention von Diabetes ist Lukas Schwingshackl. Der gebürtige Brunecker arbeitet als Forschungsgruppenleiter am Institut für Evidenz in der Medizin am Universitätsklinikum in Freiburg. <BR /><BR /><BR />Das Tätigkeitsfeld von Lukas Schwingshackl umfasst die Evidenzgenerierung zu innovativen gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen, die Verbesserung der Methodik von Ernährungsstudien sowie die Entwicklung neuer Ansätze zur Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Forschungsergebnissen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="705884_image" /></div> <BR /><BR />Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auch auf dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Diabetes-Typ-2-Erkrankungen. „In der Prävention liegt viel Potenzial“, betont Schwingshackl. Fundierte Studien weißen darauf hin, dass das Diabetes-Risiko durch einen gesunden Lebensstil um bis zu 80 Prozent reduziert werden kann. <BR /><BR />Dabei spielt der richtige Mix aus gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung eine zentrale Rolle: „Aus Ernährungssicht eignen sich Vollkornprodukte am besten um Diabetes vorzubeugen. Auch andere Lebensmittel, die einen hohen Ballaststoffgehalt aufweisen, wie Obst und Gemüse sind empfehlenswert. Auch Milchprodukte haben eine leicht präventive Wirkung.“<BR /><BR /><b>Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung</b><BR /><BR />Demgegenüber steht allerdings eine ganze Palette an Lebensmitteln, die das Risiko erhöhen. Allen voran nennt der Brunecker dabei stark mit Zucker angereicherte Getränke, deren täglicher Konsum „das Diabetes-Risiko rasant ansteigen lässt“. Aber auch verarbeitete Fleischprodukte, oder allgemein verarbeitete Lebensmittel, stünden häufiger in Zusammenhang mit einer Diabetes-Erkrankung.<BR /><BR />Wer allerdings schon an Typ-2-Diabetes erkrankt ist, kann dennoch mit dem richtigen Mix aus Ernährung und Bewegung einiges erreichen, gibt Schwingshackl zu bedenken: Als besonders Wirksam erwies sich eine kohlenhydratarme Kost oder eine mediterrane Ernährungsweise. Zudem ist ausreichend Sport zu empfehlen – am besten eine Kombination zwischen Ausdauer- und Krafttraining.“ <BR /><BR />Doch damit sind viele Diabetiker nicht immer gleich zu erreichen. Ärzte legen ihren Patienten oft zuerst eine Änderung der Lebensgewohnheiten nahe. Doch in vielen Fällen bleibt vor allem die Behandlung mit Medikamenten die bevorzugte Lösung. „Mit Gewichtsabnahme, ausreichend Bewegung und einer optimalen Ernährung konnte in großen Studien die medikamentöse Therapie von Diabetikern stark reduziert werden“, bekräftigt der renommierte Südtiroler Forscher. <BR /><BR />Mit seiner Forschungsgruppe hat er noch vor Beginn der Corona-Krise die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Typ-2-Diabetes gründlich erforscht – dabei liegt der goldene Schlüssel sowohl bei der Prävention, als auch bei der Therapie vor allem in einem Mix aus gesunder Ernährung, Vermeidung von Übergewicht und ausreichend körperlicher Betätigung.<BR /><BR />Mehr Hintergründe zur Studie finden Sie <a href="unter https://www.dife.de/news/archiv/details-archiv/kostformen-im-vergleich-fuer-menschen-mit-diabetes-ist-die-mittelmeer-diaet-besonders-gut-geeignet-51/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">hier.</a><BR /><BR />