Montag, 07. Oktober 2019

U-Haft nach Fünffachmord verhängt

Nach dem Fünffachmord Sonntagfrüh in Kitzbühel ist am Montag die Untersuchungshaft über den 25-jährigen Verdächtigen verhängt worden. Dies sagte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr der APA.

Für die Polizei steht am Montag die Tatortarbeit im Fokus.
Für die Polizei steht am Montag die Tatortarbeit im Fokus. - Foto: © ZEITUNGSFOTO.AT

In zwei Wochen wird es, wie vorgesehen, erneut eine Haftprüfung geben.
Beim Verdacht des Mordes brauche es keine Haftgründe. In derartigen Fällen sei obligatorisch die U-Haft zu verhängen, so Mayr.

Für die Polizei stand am Montag indes die Tatortarbeit im Fokus. Diese soll am Montag oder Dienstag abgeschlossen werden, sagte Pupp. Zudem sollen noch ergänzende Vernehmungen durchgeführt werden.

Leichen sollen obduziert werden

Auch die Leichen sollen obduziert werden. Dies werde jedoch den gesamten Tag in Anspruch nehmen, weshalb mit einem Ergebnis frühestens am Abend oder erst am Dienstag zu rechnen ist, so der LKA-Leiter.

Der Bruder des Verdächtigen, dem die Tatwaffe gehörte, konnte vorerst nicht erreicht werden. Er befand sich laut Pupp in Fernost.

Warum der 25-jährige Verdächtige seine Aggression gegen die gesamte Familie richtete, war weiterhin unklar. „Diese Frage beantwortet er nicht, weshalb das so schnell nicht zu klären sein wird“, meinte der Chef-Ermittler.

Verdächtiger war FPÖ-Mitglied

Die Freiheitlichen teilten am Montag in einer Aussendung mit, dass der 25-Jährige Mitglied der FPÖ gewesen ist. Nach Bekanntwerden der Tat sei er noch am Sonntag wegen „Gefahr in Verzug“ aus der Partei ausgeschlossen worden, hieß es. Er war im Jahr 2014 für zwei Monate als Jugendreferent Mitglied der Stadtparteileitung der FPÖ Kitzbühel.
Nach seinem Ausscheiden war er bis Sonntag einfaches Parteimitglied, ohne Funktion oder Mandat. FPÖ-Landesparteigeneralsekretär Patrick Haslwanter versicherte im Namen der Freiheitlichen Partei den Angehörigen der Opfer seine „aufrichtigste Anteilnahme“.

apa