Freitag, 06. Dezember 2019

Uber erhielt fast 6000 Meldungen sexueller Gewalt

Dem Fahrdienstvermittler Uber sind in den Vereinigten Staaten in den Jahren 2017 und 2018 fast 6000 Fälle sexueller Gewalt von Fahrgästen, Fahrern oder Dritten gemeldet worden.

Die gemeldeten Fälle machten 0,00002 Prozent aller vermittelten Fahrten von Uber aus.
Die gemeldeten Fälle machten 0,00002 Prozent aller vermittelten Fahrten von Uber aus. - Foto: © APA (AFP) / JOSH EDELSON

Darunter seien 464 Vergewaltigungen, heißt es in dem am Donnerstag erstmals von dem Unternehmen veröffentlichten Sicherheitsbericht. Hinzu kamen demnach fast 600 versuchte Vergewaltigungen.

Bei den anderen Übergriffen handelte es sich unter anderem um unerlaubte Berührungen oder Küsse. Uber meldete zudem 10 tödliche Angriffe im Jahr 2017 und 9 weitere 2018. 8 Todesopfer waren demnach Fahrgäste, 7 waren Fahrer und 4 waren Zuschauer oder nicht direkt beteiligte.

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Die gemeldeten Fälle machten 0,00002 Prozent aller vermittelten Fahrten aus, erklärte Uber. Doch selbst wenn sie selten seien, bedeute jeder gemeldete Fall „eine sehr schmerzhafte Erfahrung“, räumte Uber ein. Selbst ein einzelner gemeldeter Fall sei „ein Fall zu viel“.

Es ist das erste Mal, dass Uber entsprechende Zahlen veröffentlicht. Der Fahrdienstvermittler und sein größter Konkurrent in den USA, Lyft, stehen zunehmend unter Druck.

Die Zahl der Klagen von Frauen, die als Nutzerinnen der Fahrdienstvermittler Opfer sexueller Gewalt wurden, nimmt zu. Am Mittwoch reichten 20 Frauen in San Francisco Klage gegen Lyft ein, die in von Lyft vermittelten Fahrzeugen vergewaltigt oder sexuell attackiert wurden. 14 ähnliche Klagen waren bereits im September eingereicht worden.

apa