Montag, 12. November 2018

Über 20 Prozent der Erntehelfer arbeiten schwarz

Die Finanzpolizei hat in Südtirol und dem Trentino von September bis Oktober landwirtschaftliche Betriebe auf Schwarzarbeit kontrolliert: Dabei stellte sich heraus, dass 21 Prozent der Arbeiter in Weinbergen und Apfelwiesen vollständig oder zum Teil schwarzarbeiteten. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag stellte die Finanzpolizei die genauen Zahlen vor.

Die Finanzwache hat Kontrollen in 100 landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. - Foto: Finanzwache
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Die Finanzwache hat Kontrollen in 100 landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. - Foto: Finanzwache

In 39 der 100 kontrollierten landwirtschaftlichen Betrieben wurden 131 Erntehelfer erwischt, bei deren Anstellung Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden. 107 Personen arbeiteten komplett „schwarz“, der Rest einen Teil. 60 Prozent der Schwarzarbeiter stammen aus der EU, 36 Prozent sind italienische Staatsbürger und 11 Prozent kommen aus Slowakei.

Besonders viele Fälle wurden im Vinschgau, im Unterland und im Raum Brixen ausfindig gemacht. Die betroffenen Betriebe wurden der Agentur für Einnahmen und dem Arbeitsamt gemeldet – ihnen droht eine Geldstrafe von 1500 bis 9000 Euro.

Im Unterland wurde zudem ein Schwarzarbeiter aus Mazedonien entdeckt, der sich illegal im Land aufhielt. Der Betrieb wurde wegen Beschäftigung Illegaler bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Den Verantwortlichen drohen 6 Monate bis 3 Jahre Haft und eine Geldbuße von 5000 Euro.

stol

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