Dienstag, 05. Mai 2020

Über 3,5 Millionen Infektionen weltweit nachgewiesen

Weltweit haben sich bereits mehr als 3,5 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Von den 3.500.517 nachgewiesenen Infektionen endeten 246.893 tödlich, wie Berechnungen auf Grundlage von Behördenangaben am Montag ergeben haben.

Die Zahl der Infizierten steigt weltweit an.
Die Zahl der Infizierten steigt weltweit an. - Foto: © HANS PUNZ
Der am schwersten betroffene Kontinent ist Europa mit 1.547.180 Ansteckungen und 143.584 Todesfällen.

In Brasilien infizierten sich nach offiziellen Angaben nun mehr als 100.000 Menschen mit dem Coronavirus. Wie das Gesundheitsministerium in Brasilia am Sonntag bekannt gab, lag die Zahl der Corona-Infizierten bei 101.147. Mindestens 7025 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bisher gestorben. Den Daten der Johns-Hopkins-Universität in den Vereinigten Staaten zufolge liegt Brasilien in absoluten Zahlen damit auf Platz 9 der am schwersten betroffenen Länder weltweit. Allerdings ist Brasilien mit mehr als 200 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika.

In Mexiko mussten die Behörden die offiziellen Zahlen der Corona-Fälle deutlich nach oben korrigieren. Es sei von 128.033 Infektionen auszugehen, teilte die Regierung unter Berufung auf ein epidemiologisches Berechnungsmodell mit. Bisher waren in Mexiko 23.471 Fälle verzeichnet worden.

In Neuseeland sank die Zahl der täglichen Neuinfektionen erstmals seit Wochen auf null. Innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden habe es zum ersten Mal seit dem 11. März keine neuen Infektionsfälle gegeben, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden am Montag mit. Dies sei zwar Grund zur Freude, die Nation müsse dennoch wachsam bleiben.

Es handle sich nur um eine Momentaufnahme. Neuseeland hatte seine Ausgangssperren am 29. April gelockert. Die Regierung warnte denn auch, dass es seitdem durchaus zu neuen Infektionsfällen gekommen sein könnte. Dies werde sich erst nach der Inkubationszeit zeigen, da es dauere, bis sich bei Menschen Symptome einer Erkrankung mit dem neuen Virus zeigten.

Das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land sind die USA mit 1.158.040 Infektionen und 67.680 Todesfällen. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Fallzahlen deutlich höher liegen, da nicht alle Menschen auf das neuartige Coronavirus getestet werden. In der EU haben Italien, Großbritannien, Spanien und Frankreich die meisten Corona-Toten zu beklagen.

Nach Einschätzung des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) steht Großbritannien und vier weiteren EU-Ländern das Schlimmste noch bevor. Der Höhepunkt der Ausbreitung des Krankheitserregers sei noch nicht überschritten, sagte die ECDC-Chefin Andrea Ammon am Montag.

Sie widersprach damit dem britischen Premierminister Boris Johnson. Dieser hatte am Donnerstag erklärt, sein Land habe den Höhepunkt überwunden. In Großbritannien, Polen, Rumänien und Schweden steige die Zahl der Neuinfektionen seit 2 Wochen mit unveränderter Geschwindigkeit, sagte Ammon. In Bulgarien nehme die Pandemie sogar an Fahrt auf. In allen anderen europäischen Ländern würden dagegen weniger Neuerkrankungen gemeldet. „Es sieht so aus, als ob am Samstag der Höhepunkt der ersten Welle in Europa überschritten wurde“, sagte Ammon.

Indes soll in Frankreich die erste Corona-Erkrankung weit früher als gedacht aufgekommen sein. Nach Angaben eines Mediziners soll es schon Ende 2019 und damit knapp einen Monat früher als bisher bekannt eine erste Covid-19-Infektion gegeben.

Man habe alte Proben von damaligen Patienten mit Atembeschwerden nochmals ausgewertet, hieß es am Montag gegenüber dem Sender BFM TV. Dabei habe eine Probe mit dem Datum 27. Dezember nun angeschlagen. Bisher waren die ersten positiven Tests in Frankreich auf den 24. Jänner datiert worden. Die Probe Ende 2019 sei einem Mann entnommen worden, der Symptome gehabt und über 15 Tage hinweg krank gewesen sei. Wo er sich angesteckt habe, sei unklar. Man habe zurückverfolgen können, dass er nicht gereist sei.

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apa

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