Dienstag, 10. Dezember 2019

Über 5000 „Badanti“ arbeiten schwarz

Kochen, Putzen, Windeln wechseln: Unzählige private Betreuerinnen für Pflegebedürftige stemmen auch in Südtirol, was die Gesellschaft nicht mehr imstande ist – und bleiben dabei oft auf der Strecke. Dem CGIL/AGB zufolge ist laut Tagblatt „Dolomiten“ die Hälfte nicht gemeldet. Laut dem Arbeitsinspektorat könnten es gar 2 Drittel sein.

Über 10.000 private Betreuerinnen helfen Südtirols Senioren, aber bei weitem nicht alle sind ordnungsgemäß gemeldet.
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Über 10.000 private Betreuerinnen helfen Südtirols Senioren, aber bei weitem nicht alle sind ordnungsgemäß gemeldet. - Foto: © Shutterstock
2019 zahlt das Land 227 Millionen Euro Pflegegeld an 16.516 Empfänger aus. 70 Prozent gehen an Senioren, die zu Hause versorgt werden – von der Familie, aber auch von Privat-Betreuerinnen, landläufig „Badanti“ genannt.

Glaubt man dem CGIL/AGB, steht es um deren Absicherung aber nicht zum Besten. 5200 sind in Südtirol als Seniorenbe treuerinnen oder Haushaltshilfen gemeldet. „Noch einmal so viele dürften nicht regulär gemeldet sein. Davon ist die eine Hälfte unterversichert, die andere arbeitet schwarz“, meint Marco Pirolo (CGIL/AGB).

Zur Klärung dieser Situation kann die Politik einem eigenen Berufsalbum nichts abgewinnen, will aber eine Stunde je Woche „Beratung“ durch den Hauspflegedienst einführen.

d