Im Interview mit der Tageszeitung „Trentino“ erläuterte er auch, dass das Trentino für die organisierte Kriminalität sicherlich ein interessanter Stützpunkt sei – vor allem als Drogendepot.Das Trentino sei keine arme Region, der Kokainkonsum sei vergleichsweise hoch, zudem sei die Region ein strategisch günstig liegender Standort für den Drogenhandel.„Die Brennerautobahn ist eine wenig kontrollierte Verkehrsachse, über welche Drogen in Millionenwert ins Land gebracht werden“, sagte Saviano.Er nahm auch zu zwei aktuellen Polemiken Stellung: Die mögliche Mafiaunterwanderung bei der Ausschreibung von Arbeiten längs der Brennerautobahn und für den Bau des neuen Trienter Krankenhauses.Die A22-Ausschreibung hatte, wie berichtet, eine Firma gewonnen, die dem Camorra-Clan D' Alessandro nahe steht.Genau diese Firma sei es laut Saviano auch gewesen, welche in den 1980-er-Jahren Crack als Ersatz für Heroin ins Trentino gebracht habe.Beim Krankenhaus habe zwar eine „saubere“ Firma die Ausschreibung gewonnen, allerdings hege er Zweifel wegen der Sub-Unternehmen, die sicherlich auch einen Teil des Kuchens abbekommen würden. D