Freitag, 20. Mai 2016

Über eine Million Kinderpornos: Nordtiroler in Haft

Das Tiroler Landeskriminalamt (LKA) hat einen 41-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs festgenommen. Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei dem Nordtiroler über eine Million Dateien mit kinderpornografischem Material sichergestellt.

Das Tiroler Landeskriminalamt hat einen Mann wegen Kindesmissbrauchs und wegen des Besitzes von Unmengen an kinderpornografischem Material festgenommen.
Das Tiroler Landeskriminalamt hat einen Mann wegen Kindesmissbrauchs und wegen des Besitzes von Unmengen an kinderpornografischem Material festgenommen. - Foto: © shutterstock

Dem 41-Jährigen wird der mehrfache sexuelle Missbrauch von insgesamt drei Opfern zur Last gelegt, teilte das Bundeskriminalamt am Freitag mit.

Videos mit einer Gesamtdauer von 62 Tagen

Unter den beschlagnahmten Dateien mit kinderpornografischem Material befanden sich Videos mit einer Gesamtabspieldauer von insgesamt 62 Tagen.

Im Zuge der Datenauswertung und einer Analyse durch das Bundeskriminalamt führte die Spur weiter nach Deutschland. In Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt Wiesbaden gelang es, fünf weitere Verdächtige, die mit dem inhaftierten Tiroler in Kontakt gestanden seien, sowie drei minderjährige Opfer von sexuellem Missbrauch zu identifizieren.

Zwei der Opfer waren laut Polizei zum Tatzeitpunkt 13 Jahre alt.

26 verschiedene sexuelle Übergriffe

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass sich der Nordtiroler offensichtlich Betäubungsmittel bediente, um seine Opfer gefügig zu machen. Insgesamt hätten ihm 26 verschiedene sexuelle Übergriffe nachgewiesen werden können. Die angefertigten Missbrauchsaufnahmen sollen danach im Netz weltweit verbreitet worden sein.

Das LKA Tirol und das Bundeskriminalamt waren im Zuge von gemeinsamen Ermittlungen auf die Spur des 41-Jährigen gekommen. Er hatte über die Kommunikationsplattform Skype mit einem gleichgesinnten User Kontakt hatte. Bei einem persönlichen Treffen in Nordtirol soll er dann kinderpornografisches Material getauscht haben.

Täter filmte sich selbst beim Missbrauch

Bei der Auswertung der sichergestellten Daten seien Fotos und Videos gefunden worden, auf denen der Verdächtige von ihm durchgeführte Missbrauchshandlungen an Kindern dokumentierte. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck erfolgte daraufhin letztlich die Festnahme des Tatverdächtigen.

apa

stol