Dienstag, 06. Dezember 2016

Überflutungen auf Koh Samui: "Zu Fuß kommt man nicht weit"

Ungewöhnlich heftige Monsunregen haben die thailändische Ferieninsel Koh Samui und Teile der umliegenden Provinzen unter Wasser gesetzt. Auch Südtiroler Touristen schätzen Koh Samui als beliebte Urlaubsdestination.

Überschwemmung im Paradies: Koh Samui steht unter Wasser.
Überschwemmung im Paradies: Koh Samui steht unter Wasser. - Foto: © STOL

Kurz vor der weihnachtlichen Hochsaison standen auf der Insel am Dienstag zahlreiche Straßen knietief unter Wasser. Anwohner waren mit Gummibooten unterwegs. Die Behörden erklärten Koh Samui sowie die Insel Koh Phangan und mehrere weitere Distrikte zum Katastrophengebiet. 

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Südtiroler vor Ort

Koh Samui ist das bedeutendste Feriengebiet im Golf von Thailand. Mehr als eine Million Touristen besucht die Insel im Jahr. Sie ist gut doppelt so groß wie Sylt. Hochsaison ist von Weihnachten bis April. Auch Südtiroler Touristen urlauben gerne auf der Insel. Eine Südtirolerin, die sich zurzeit am Chaweng Beach befindet, meinte gegenüber STOL, dass viele Geschäftslokale geschlossen hätten oder vorsorglich ausgeräumt wurden - zu Fuß, so die Urlauberin, käme man nicht mehr weit.

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Die Wetterbehörde sagte bis Mittwoch weitere starke Regenfälle voraus. Wegen des Wetters war die See ungewöhnlich aufgepeitscht. Das Baden an den meisten Stränden sei verboten, sagte der Distriktvorsteher Paiboon O-mak der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt sind mehr als eine halbe Million Menschen in elf Provinzen im Süden des Landes betroffen, teilte die Behörde für Katastrophenschutz mit. Seit Anfang Dezember ertranken 14 Menschen.

dpa/stol

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