Die Lawine hatte die 15-köpfige Expeditionsgruppe am Montagmorgen in etwa 4900 Metern Höhe überrascht. Fachleute schätzten die Schneemassen nach dem Lawinenabgang auf bis zu sechs Meter.<BR /><BR />Heftige Schneestürme erschwerten zunächst jede Rettung, der Zugang zur Unglücksstelle war vorübergehend unmöglich. Erst am Dienstag konnten vier verletzte Bergsteiger – unter ihnen Isabelle Thaon – mit einem Helikopter in die Hauptstadt Kathmandu ausgeflogen werden.<h3> „Wir sprangen über die Felsen“</h3>Die 54-jährige Thaon verlor bei dem Lawinenunglück ihren Ehemann, den Trekkingführer Christian Manfredi. Zum Zeitpunkt der Katastrophe befand sie sich auf der anderen Seite des Lagers – gemeinsam mit dem französischen Bergsteiger Didier Armand, der ebenfalls überlebte.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1234491_image" /></div> <BR /><BR />„Wir sprangen über die Felsen, kämpften uns durch den Schnee, dann kam sofort jemand zur Hilfe“, schildert Thaon gegenüber der Nachrichtenagentur AP. „Leider ist Christian gestorben. Es war unmöglich, ihn zu retten – Felsen hatten seinen Kopf getroffen.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1234494_image" /></div> <BR /><h3> Große Trauer um Markus, Paolo, Marco</h3>Zu den weiteren Todesopfern zählen die Italiener Paolo Cocco und Marco Di Marcello aus den Abruzzen sowie Markus Kirchler aus Südtirol.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1234575_image" /></div> <BR />In Jenesien und weit darüber hinaus herrscht große Trauer und Fassungslosigkeit <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/grosse-trauer-um-markus-kirchler-29" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">„Es ist eine Tragödie. Die Nachricht erschüttert uns alle“, sagt Paul Romen, Bürgermeister von Jenesien, als er vom Unglück im Himalaya erfuhr.</a><BR /><BR />Auch in Coccos Heimatdorf herrscht tiefe Bestürzung über den Tod des 41-Jährigen. „Soweit wir wissen, war er fast am Gipfel, als ihn die Lawine erfasste“, erklärte der Bürgermeister gegenüber der Zeitung Corriere della Sera. Paolo sei gemeinsam mit seinem Kollegen Marco sowie dem nepalesischen Bergführer Padam Tamang unterwegs gewesen. Zuletzt habe der Bürgermeister den verstorbenen Alpinisten am 10. Oktober gesehen – bei der Feier zum 100. Geburtstag von Paolos Großmutter.<BR /><BR />Neben den drei Italienern und den Franzosen kamen auch der deutsche Jakob Schreiber sowie die beiden nepalesischen Bergführer Padam Tamang und Mere Karki ums Leben.